Er erhob sich schwerfällig und schlurfte mit steifen Beinen in die Ecke zu seiner Freundin im Spinnenhaus. Aber wie erschrak er, als er das Tierchen mit eingezogenen Füßen, erstarrt, eine Art Krümel, vorfand.
»Herr im hohen Himmel,« stotterte er. »Die is also auch bereits so weit? Erfroren? Und bei mir kann's auch jeden Moment kommen, denn mir is all recht elend.« Ganz zerschlagen wankte er wieder auf seine Pritsche, dort sank ihm sein Kopf schwer auf die Brust, und die Kälte senkte immer größere Müdigkeit und Erstarrung auf ihn.
»Merkwürdig, ganz merkwürdig,« murmelte er, »weshalb eigentlich die Menschen so schlecht zueinander sind? Und dabei gibt es doch nichts Besseres, als wenn man jemanden recht lieb haben kann.
»Aber was geht mich das an? — Ich werd' keine mehr lieb haben, und mich wird auch keiner mehr lieb haben, denn ich leg' mich nu hin, wie die Spinne, und steh nich wieder auf.«
Damit bettete er die graue Decke über sich, richtete die blauen Augen nichtssagend auf das Traillengitter, durch das der frostige Tag gleichgültig hereinsah, und lag regungslos.
Da erhob sich ein Gepolter an der Tür. Das bärtige Gesicht erschien wieder in der Klappenöffnung und schrie, Hann möchte ihm den Topf abnehmen, er sei sehr heiß. »Extraration,« setzte er erklärend hinzu, »vierter Tag. Um ein Uhr Ausgang.«
Da saß nun Hann, lachte über das ganze Gesicht und atmete neubelebt den Dampf ein, der ihm aus dem heißen Napf entgegenquoll.
I, das waren ja Bohnen und Schweinefleisch, na, nu sieh bloß mal, und wie warm, wie schön warm.
Und nachdem er heißhungrig sein Mahl längst beendet, saß er noch immer und streichelte dankbar den Napf.