»Kuck,« sprach er zu dem Topf, »zu Haus, bei Mudding, eß ich so was aus verschiedenen Gründen, die ich hier aus Anstand nich anführen will, gar nich gern. Aber hier? — hm! Wenn ich mir überleg', wie leicht, wie kindsleicht hat es nich ein Mensch, gegen andere Menschen gut zu sein. Mitunter tut's sogar, wie hier, ein Topf mit heiße Bohnen.

Pfui Deibel, — aber gut war's doch.

Ja, aber nun hab' ich solang über das menschliche Glück nachgedacht, und dieser Topp mit Bohnen belehrt mir nu, daß ein bißchen Liebe doch eigentlich das Hauptstück bleibt. Und wenn einem so'n Bohnentopp nun noch von eine liebe Hand gereicht wird und nich bloß von so'n Schweinigel, dessen Geschäft das is, ja, ich glaub', das hätt' solche Wirkung, daß man sich beinah einbilden könnt', es wär eigentlich Kartoffelsupp' mit Wurscht, was ich so sehr gern ess'.

Ja aber, wen soll man nun lieb haben?

Den lieben Gott?

I, das wär ja so selbstverständlich, als wie die eignen Eltern, und wär woll trotz alledem nich das eigentliche. Denn zu einer richtigen Liebe, mit Aussprache und Umarmung kommt's da doch nich. Dazu ist zuviel Respekt.

Und alle andern lieben, wie's unser Herr Jesus Christ von uns verlangt hat? sieh, das würd' ich nun für mein Leben gern tun, aber sie meinen ja jetzt, wie ich man neulich von oll Kusemann gehört hab', dann wär man ein verfluchter Sozialdemokrat, und man vernachlässigte auch sein Eigens zu sehr dabei, wenn man allen anderen in die Töpfe kucken wollt'. — Ne!

Was bleibt also übrig?

Na, Hanning, du schämst dich ja bloß, nu sag's doch, es bleibt eben das übrig, wovon Line das Allerschönste is — die Frauensleut.«