Hier seufzte er tief auf.

»Ja, ja, die müssen wohl zuletzt doch das Glück sein, denn man steht ja allerwegen, wie man zuletzt doch nach ihnen greifen tut. Und aus welchem andern Grund hätte sonst wohl Müller Pökel in Moorluke bereits die fünfte, als deshalb, weil man ohne so was nun mal nich leben kann. Nu is aber die Frage: besteht mit die Frauensleute das Glück einfach in dem Kinderkriegen, wie oll Kusemann meint? Oh, das wär' woll zu wenig. Oder in dem Immerzusammensein mit ihnen? Ne, dagegen sagt wieder das Sprichwort: >Allzuviel is ungesund<.

Das kann es also auch nich sein.

Ich glaub' man, es geht wohl den meisten damit so, wie es mir geht; es is die Sehnsucht, ja, die Sehnsucht nach einer; das is wohl das Schönste, das is wohl das Glück.«

Hier seufzte er wieder zum Erbarmen tief und schwer in sich hinein. Denn wohin seine Sehnsucht bereits in der Kindheit gezogen, das wußte er wohl. Und ebenso fest stand es, daß dieses Gefühl überwunden werden müßte, wollte er nicht dulden, daß man ihn verspottete oder gar verlache.

»Ne, ne,« ermannte er sich bekümmert, »Klara Toll — Klara Toll, ich sag's noch mal, damit ich mich den Namen recht fest ins Herz schreib', Klara Toll, die is für mich, und ich bin für sie! Die is still und ruhig, und mit der wird meine Sehnsucht woll allmählich auch still und ruhig werden. Ja — ja, und in der Meinung hab' ich schon ordentliche Sehnsucht nach Klara Toll.«

Und er murmelte noch mehrmals wie einer, der etwas auswendig lernt: »Klara Toll — Klara Toll.«

Und damit glaubte er am Ende seiner Einsicht zu stehen.