»Gehen — gehen!« flog es ihm durch den Kopf, und seine Hand strich über den Überzieher, der neben ihm auf der Lehne des Sofas lag.
Line wandte sich zu ihm hin und pochte auf den Tisch.
»Du bist so still,« wunderte sie sich.
Er schwieg und verfolgte, wie sie mit dem Finger über die Platte strich.
»Was ist dir denn? — Sag doch was! — Ach so — ich weiß schon, wegen Dina.«
Sie trat wieder mitten in das Zimmer zurück, spreizte die Finger aus, als ob sie kratzen wolle, und aus ihren dunklen Augen blitzte es auf, wie Siegesfeuer. Ihre ganze Gestalt schien einen wilden Triumph zu feiern.
»Ja,« sagte sie und lächelte ihren Besuch trotzig an, »die hat es nicht dumm gemacht.«
Er hob den Kopf, als wollte er fragen, was sie damit meine, aber über die fest zusammengepreßten Lippen wollte kein Wort dringen. Immer mehr fühlte er, daß wieder jener Betäubungszustand über ihn käme, in welchem er jede Gewalt über sich verlor.
»Gehen — gehen,« klang's von neuem in ihm auf. Line stand wieder vor dem Spiegel: »Kennst du ihn?« forschte sie nun, ihn halb über die Achsel messend.