»Gewiß.«

»Und — sag' mir — auch ein Schloß?«

»Allerdings — eine Villa in Uhlenhorst, dicht neben der Alster.« Sie stockte; dann klang es beinahe, als ob sie leise stöhne: »Daß das alles für solch dumme Gans sein soll!« — drang es über ihre Lippen. Und wild sich zu ihm wendend, fügte sie hinzu: »Führt von dem Haus auch eine Marmortreppe ins Wasser? — Lach' nicht, ich will es wissen.«

»Ich lache nicht,« herrschte er auffahrend, denn er ärgerte sich über ihre Gier nach jenem Reichtum, den er ihr nicht bieten konnte. »Aber wozu soll das?«

Verlangend blickten ihre schwarzen Augen auf das matte Glas der Lampenglocke; und halb willenlos sprach sie vor sich hin: »Wenn sie da so des Nachts hinuntersteigt, ah — —«

»Line,« flüsterte er und stand langsam auf.

Das Geräusch ließ sie emporfahren, verwundert, als müsse sie sich auf ihn besinnen, sah sie ihn an, und vor diesem fremden Blick entschwand ihm wieder aller Mut.

»Was willst du?« fragte sie abweisend.

»Ich?«

In seiner Verwirrung fand er nichts Gleichgültiges, das er anführen konnte.