Mit einem schnellen Griff wollte er seinen Überzieher aufraffen, da hörte er ihren leichten Tritt, und ehe er noch das Kleidungsstück in den Alkoven, aus dem, halb im Schatten liegend, die weiß eingedeckten Betten schimmerten, werfen konnte, stand sie vor ihm.

»Was tust du da mit dem Mantel?« fragte sie scharf.

Verlegen zuckte er die Achseln und starrte Line ungewiß an, wie sie, ein Präsentierbrett mit allerlei Tellern haltend, hinter ihm stand.

Und doch nahm er wahr, wie scharf sich das schwarze Seidenschürzchen, das sie wohl inzwischen umgelegt, von dem roten Kleide abhob.

Dann raffte er sich auf und erzwang ein Lächeln, die Leichtigkeit seiner Lebensauffassung kam plötzlich über ihn, er wollte ihr beim Decken helfen.

»Nein,« lehnte sie herb ab und schob ihn mit dem Ellbogen zurück. »Erst das.«

Und nachdem sie ihr Geschirr abgesetzt, schritt sie rasch zum Alkoven und warf heftig die Tür zu. Der Schlag dröhnte durch die Wohnung.

»Was tust du?« schrak er zusammen. »Man hört es im ganzen Hause.«

»Laß,« gab sie hochmütig zurück, »wir brauchen uns ja nicht zu fürchten.«

Wieder mußte er die Augen niederschlagen und verbarg seine Verlegenheit, indem er mit einem Scherz die Teller zurecht rückte. Aber die Lust Lines an dieser heimlichen Gasterei verscheuchte ihre schlechte Laune bald wieder und machte sie ganz glücklich.