Ja, ja, wie er sich um dies Haus Müh gegeben hatte, all damals, als der selige Herr Klüth noch lebte, denn, weiß der Deuwel, es war ihm immer so vorgekommen, als ob er der nächste Erbe des alten Lotsen sein würde.
Und nu? Intzwei — ganz intzwei.
Ja, ja, das kommt davon, wenn man in 'ne vornehme Familie heiratet.
Und dieser Pastor, der gar keine Ahnung von das praktische Leben hatte, der gar nicht wußte, was eigentlich ein Klüwer bedeutete oder gar Ballast und der keinen Hering von einer Rotauge unterscheiden konnte, wodurch doch erst all das schöne liebe Geld in die Sparkassenbücher reingekommen war; der konnte nu ganz einfach kommen und alles fortschenken, das Haus und die Sparkassenbücher und die Küh? — I, das stritt doch gegen jede Menschlichkeit. Ne, ne, bloß nichts mehr hören und sehen, hol alles der Deuwel, bloß alles der Deuwel. Denn, wenn man da dran dachte — »Möller noch ein Glas, sehr schön dein Kirsch — kannst mir gleich die ganze Flasche bringen, ich bleib heut lange, aus Schabernack, aus purem Schabernack, prost.«
Ja, das war heut morgen gewesen, in aller Früh, er hatte gerade nach der langen Nachtfahrt sich auf den Schemel hinter dem Herd gesetzt, um noch ein paar Augen voll zu nehmen, und Mudding, die neben ihm saß, hatte ihm eben den Kaffeetopf aus der Hand gewunden, damit der nicht auf die roten Ziegelsteine stürze, da war der Hafenmeister in die Küche getreten, mit der Meldung, der Herr Konsul Hollander hätte eben selbst heraustelefoniert, Siebenbrod möchte eiligst in das Kontor kommen. —
»Möller, Möller, noch ein Glas — —«
Darauf das verwunderte Reden von Mudding.
»Siebenbrod, sollst sehn, da stimmt was nicht.«
»Ja, Mudding, das hab' ich mir all lang gedacht.«