»Das Haus auch?« schreckte Line zusammen, während sie unwillkürlich nach der Richtung der leuchtenden Fensterchen herumfuhr.

»Ja, das Haus auch, und wir mieten uns nun ein Stübing und 'ne Küche bei Klaus Muchow.«

Als er von diesem Zusammenbruch sprach, da begann das Herz der Verstörten wieder zu hämmern, in rasendem Schlag, sie hob ihre Finger zum Munde und biß darauf herum. Wilde Verzweiflung durchstürmte sie wieder.

Warum, warum war sie vorhin nicht unter den Binsen verschwunden? Nur einen Schritt galt es doch noch, und das Bett war so weich gewesen. Nein, nein, jetzt wollte sie nichts weiter hören. Mit einer Bewegung, unter der sich ihr ganzer Körper zusammenkrümmte, schnellte sie von dem Balken fort, und im nächsten Augenblicke wäre sie in der Nacht verschwunden gewesen, wenn nicht Hann in seiner Angst bereits den Querbaum übersprungen und sie nun an beiden Armen festgehalten hätte.

Feste, klammernde Fischergriffe, unter denen sie sich in aufsteigender Wut hin und her wand.

»Was heißt das? — Laß los!«

»Hier sind viel Maulwurfslöcher. Ich dachte, du könntest fallen.«

»Das is nich wahr. Du weißt was. Du willst etwas anderes von mir!«

»Lining, komm hier an die Laterne.«