Sie hatte bereits den Arm wieder auf das Fensterbrett gestützt und nickte kurz.

Er ließ sich auf den knarrenden Stuhl nieder. Und eine Pause trat ein, in der er darüber nachdachte, warum er ein ganzes Leben daransetzen wollte, um ein Geschöpf willfähriger zu machen, das doch gewiß nicht mehr zu ändern war. Aber das war ja gerade das Verhängnis dieses unpraktischen, versonnenen Naturkindes, daß es zu dem Schluß gekommen war, das Glück ruhe in einem Weibe.

Und dies — gerade dies Weib mußte es sein. Zu ihr leitete ihn der dunkle, unerkannte Trieb.

»Lining,« begann er endlich wieder leichthin, »hast du all Kaffee getrunken?«

»Ja,« murmelte sie durch die Finger.

»Is für mich auch welcher geblieben?«

»Das weiß ich nicht. Aber,« setzte sie achselzuckend hinzu, »ich kann ja mal nachsehen.«

»Ja, ja, tu das,« stimmte Hann heimlich erfreut bei.

Nach einer Weile kehrte das Mädchen aus der anstoßenden Küche mit einer Tasse zurück, die ihr Hann sorglich abnahm.

»Sieh, ordentlich eine Tasse,« lobte er geschmeichelt, und in seiner Dankbarkeit machte er eine unbeholfene Bewegung, als wollte er leise über ihre Hand streichen, aber Line zuckte hochmütig zurück.