So merkt's die dumpfe Erdenscholle, daß der Schnee schmilzt und warme Frühlingswässer zu ihr dringen.

Der Winter kam.

Eines Morgens lag Moorluke im weißen Bann.

Bis zum Schornstein steckte der Katen der Riesen im Schnee.

Manchmal mußten die Männer einen Weg schaufeln, wenn sie ins Freie wollten. Auch das Meer zeigte Eroberungsgelüste. Mit einem einzigen Schlage drang es an und schleuderte geborstene Eisstücke gegen Tür und Mauern des vorgeschobenen Baues. Und eines Morgens, da hatte es den ganzen Katen gefangen und rings mit einer Eismauer umgeben.

Kalt, stählern, tückisch lag der Feind im Morgenlichte da.

»Stäwelwichs — Stäwelwichs,« schrie Klaus Muchow erbost, und die Männer hieben mit Eisäxten dazwischen.

Dadurch wurde es in dem eingeengten Katen wieder einsamer. Von aller Welt lag er in seinem Schneehaufen abgeschlossen. Die Wege, die über die Wiesen führten, hatten sich längst verkrochen. Man konnte sich darüber streiten, an welcher Stelle sie vordem ihr Schlangenspiel getrieben. Eben und weiß, unberührt und teilnahmlos lag jetzt die große, leuchtende Fläche, die sich ohne Abzeichen über den Bodden fortsetzte. Man wußte nicht, wo die Grenze war.

Selbst die Kirchenglocke, die doch früher laut zu den Einsamen herübergerufen hatte, sie war eingefroren und krächzte zuweilen wie ein heiserer Riese, der ein dickes Halstuch trägt.

Immer stiller wurd's.