Was ist das? — Sein Kahn beginnt sich zu heben. Es muß also schon da sein. Es schwankt, es stößt — —

»Hann — Hann!«

»Ja — wer ruft da?«

Das Fenster vor ihm wird aufgerissen — Licht und dasselbe Bild wie vorhin. Auf den Knien in ihrem Bett hockt Line und starrt ihn an.

Ja, sie hat ihn erkannt, sie sieht ihn, aber sie winkt nicht, daß er sie holen solle.

Da saust und braust in Hann alles durcheinander.

Wie darf sie sterben, die Freundin seiner Jugend? Mit einem verzweifelten Sprung, mit einem einzigen, schwingt sich der Fischer ins Fenster. — Vergessen ist alles, der Zettel, sein Wunsch und ihre Nacktheit.

Hinter ihm her schießt das Wasser.

— — — — — — — — — — — — — — — —

Nun hocken sie alle in den Bodenkammern. Auf Hanns elendem Schragen liegt Line, ausgestreckt und starr, aber die Augen offen, und um die Lippen ein merkwürdiges Lächeln. So lauscht sie auf das Gurgeln, das leiser und leiser um das Haus tönt. Denn nach dem ersten Anprall ziehen die Wasser schon wieder von dannen.