»Besser. Sie erzählt und lacht und hat ihr Kind gestreichelt — und jetzt will sie dir etwas sagen.«
»Komm, Klara.«
An dem Bett steht Hann, steif und unbeweglich, wie immer, bis ihn Line sachte, sachte sich näher zieht. — Mein Gott, wie leuchten und blitzen ihre Augen. Hann erkennt, das ist dieselbe Line, die zu Malljohanns Handharmonika so zierlich getanzt hat.
»Beug dich tiefer,« sagt sie.
Er neigt sich herab.
Sie zaust in seinem struppigen Haar und lacht dazu: »Und in einer Decke hast du mich heraufgetragen, du großer Kerl? — Willst wohl gern, daß ich lebe?«
Da schlägt er die Augen nieder und ringt sich ab: »Ja, Lining, und wenn ich dir jeden einzelnen Tag von meinen eigenen dazulegen müßte.«
Als er das sagt, mit einer Stimme, die schwankt und unsicher wird, blickt sich Line blitzschnell nach Klara Toll um. Die ist jedoch gegangen, und die beiden Jugendfreunde sind allein.
Da legt sie sanft ihren Arm um seinen Hals, obwohl der Mann zittert unter der weichen Berührung. »Du,« flüstert sie, »du lieber, dummer Mensch, ich hab' dir noch niemals gedankt, aber heute will ich's tun, denn ich hab' das Leben wieder lieb, ach, so lieb.«
Ihre Wange nähert sich der seinen, weich und sanft — —