»Ja, Line,« erwidert der Fischer, während er sich mühsam aufrichtet, »das Leben is auch wohl das Höchste. Jetzt seh ich es ein. Aber ich glaub', man muß es auch ohne Vorwürfe und in Stille leben können. — Und deshalb, Line — liebes Lining — sieh, hier geb' ich dir was — das lies aufmerksam — das is unser aller Zukunft — da drin liegt Recht und Unrecht, und Freude und Trauer. Aber, wie das Leben es will, so müssen wir es auf uns nehmen. Und ich am allerwenigsten darf da dazwischen reden.«
Verwundert nimmt Line das Blatt, nun hält sie es, jetzt liest sie es, und langsam gleitet ihr Blick von dem Papier zu dem Mann, der lautlos auf das Meer blickt, und von dem Mann wieder zu dem Bogen.
Und in der engen Kammer und in den beiden Seelen webt alles durcheinander, Recht und Unrecht, Abschiednehmen und Einsamkeit, Freude und Trauer.
Es ist still geworden.
Nur draußen auf dem wieder erwachten Meer sieht Hann ein schaukelndes Boot zwischen den Wellen.
Schiff, wohin zielst du? Ist dein Steuer fest? — Kannst du dich selbst regieren?
Ausklang
VIII
Die Grillen sangen zwischen dem Gras des Landwegs, am Rick standen Kühe bis über die Schenkel im Wasser und schleckerten.