»Na, und was sagen die Moorluker dazu?«

»Je,« versetzte Hann mit einer wegwerfenden Handdrehung, »woran sich die Leut' hier gewöhnen, das finden sie auch recht.«

»Ganz schön — aber du selbst, Hann, machst du dir keine Gedanken? Wir haben hier doch zusammen in derselben Dorfschule gesessen, Hann, deshalb frage ich dich.«

Da hob Hann sein Haupt, und als sein Blick auf das freundliche Haus fiel, das in Abendröte wie eingebettet ruhte, da starrte er wieder zur Erde und murmelte: »Erklären kann ich's mir nich, aber mir is immer, als stellt' dies bloß einen lieben Traum vor, und es wäre noch nich Zeit zum Aufwachen.«

Ich nahm ihn unter den Arm. »Hör', Hann, das Leben bringt noch Schöneres. Und du wirst bald aufwachen.«

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Als der Mond jenseits des Flusses aufstieg und sein luftiges Hängenetz über das Wasser spannte, als die Nachtvögel schwärmten und die Meerluft um das Haus lispelte, da saßen wir drei schweigend auf der Bank neben der Mauer.

»Ist's hier nicht still?« unterbrach Line, die mir lieblicher denn je erschien, die Ruhe.

Wortlos mußte ich nicken.

»Ja,« sagte sie, »das hab' ich nach Hanns Vorbild gelernt. Es ist nicht gut, wenn unsere Wünsche so wild in die Weite irren. Bescheidenheit, Friede und Tätigkeit, das weiß ich jetzt, mehr soll der Mensch nicht erstreben.«