V

Nachmittags kehrte Hann pudelnaß zurück.

Der blaue Drillichanzug klebte an seinen ungelenken Gliedern, unaufhörlich leckte das Wasser von ihm herab; seine Mütze hatte er verloren.

Das waren die nächsten Folgen seines ersten Unterrichts. Zuvörderst hatte ihn Siebenbrod hinten an dem Steuer des weißen Lotsenbootes Platz nehmen lassen. Er hatte ihm gezeigt, wann man rasch, wann man langsam drehen müsse; er hatte ihm die Stellung der Segel erklärt und ihn zum Schluß in das schwierige Geschäft des Windabfangens eingeführt. Sodann wurde von Siebenbrod ein förmliches Examen über das eben Erläuterte angestellt, und bei jeder vergessenen Position tat ein gelinder Puff, zuweilen auch eine Ohrfeige das übrige.

Zuletzt aber kam der Höhepunkt des heutigen Tages. Ein Exerzitium, das Hann gewiß nicht so bald vergessen wird.

Sie segelten gerade im offenen Bodden.

Glatt, wie poliert, lag die glänzende Scheibe da. Nur fern und verschwommen, wie hinter zarten, blauen Nebeln, ragte das Dörfchen. Man vernahm von dort kaum das monotone Schlagen der Dorfuhr und zuweilen das Kläffen eines Hundes.

Am lichterfüllten, tiefen Himmel zeigte sich bereits das bleiche Viertel des Mondes.

Eben hatte Siebenbrod eine kleine Pause in seinem Unterricht eintreten lassen.