Dann heulte er auf.

»Jung, rohr nich,« tröstete oll Kusemann gutmütig und zog den Knaben in das enge Bretterloch hinein, »hör' zu. Ebenso wie dich — so is es — hm, ja — so is es Kolumbussen auch gegangen.«

Hann, der zu seinen Füßen saß, schluckte noch.

»Wer is Kolumbus?«

»Was? Du weißt das nicht? — Jung, das kommt von deine verfluchtige Ungebildheit — hm, ja.« —

Oll Kusemann schob behaglich seinen Priem hin und her und schielte unternehmungslustig auf den ruhenden Bodden, über den die Dämmerung daherzog wie eine Schlachtreihe grauer Nebelgeister. —

»Na also — Kolumbus, je — na, Kolumbus, was is er weiter gewesen, as so'n lütter spanischer Schiffsjung? — Aberst sein Vater, der hatte sich das in den Kopf gesetzt, er sollt' was entdecken, womöglich einen ganzen Weltteil, und, um ihm das anzugewöhnen, hat er ihn auch immer im Wasser untergetümpelt als Siebenbrod heut mittag dir — na, und sühst du, was hat der Jung getan? — Ausgerissen is er, mit noch paar andere solche Ströper und hat Amerika entdeckt! Wat sagst nu?«

Hann vergaß eine kurze Zeit sein Unglück.

»Woher weißt du das alles?« fragte er rasch, »bist du denn dabei gewesen?«