Eine Stunde später lag Hann in seinem Dachverschlag im Bett. Um das Haus wehte jetzt ein frischer Seewind. Der raschelte in dem Stroh des Daches, wisperte Märchen und fuhr auch durch die Ritzen, so daß der Knabe fror.
Er schauderte zusammen und konnte nicht einschlafen, denn all dieses Merkwürdige, Zauberische schwirrte in dem Kämmerchen vor seinem Lager hin und her. Die grüne Wiese und Line, die Prügel und die Verlobung, der Kuß und die untergegangene Stadt voller Dukaten. — Und plötzlich begannen noch die Ameisen aus dem Hügel an der Wand wirr durcheinander zu kreisen.
Ihn nahm der Schlaf.
Aber das glaubte er doch noch zu hören, daß Pantöffelchen an seiner Tür vorüberklapperten und eine Stimme hindurchrief: »Hann, bist du noch mein Bräut'gam?«
Dann huschte es nebenan in die Kissen.
Er konnte es aber auch geträumt haben, denn der Mond lachte bereits auf ihn herunter und freute sich über all die bunten Lügen und nannte ihn einen »dummen Jungen«.
VI
Ein weißgedeckter Tisch befand sich in der Mitte. Porzellanteller standen darauf, und wahrhaftig — Messer und Gabeln sah man säuberlich auf gläserne Bänkchen gelegt.