Als der Konsul in die Nähe des Klüthschen Familienhauses gelangt war, versetzte er plötzlich dem alten Johann mit dem Stock einen leichten Schlag auf den Rücken.

»Anhalten!«

Richtig — hier hatte er ja etwas abzuwickeln.

An den alten Klüth, der einmal Schiffszimmermann auf seiner Werft gewesen, hatte ihn noch etwas Persönliches gebunden.

Nun sollte ja eine neue Generation, eine feinere, kultiviertere mit ihm in Verbindung treten.

Diese mußte er sich erst einmal genau besehen.

Wer weiß, was da wieder dahintersteckte. Er hielt es nicht sehr mit der neuen Zeit.

* * *

Die beiden Damen saßen auf zwei Stühlen, welche die kleine Frau Klüth mit unheimlichem Eifer und ohne daß es notwendig gewesen wäre, gereinigt hatte. Der Konsul dagegen stand mitten in der Stube, den Stock wie immer gegen das glattrasierte Kinn gepreßt und sah mit seinen grauen Augen, die so groß unter den weißen Brauen hervorblickten, auf Bruno herab, der schweigend und doch unsicher vor seinem zukünftigen Chef verharrte.

An den Wänden ringsherum befanden sich die übrigen Familienmitglieder. Alle hielten den Atem an, als könnten sie den mächtigen Handelsherrn irgendwie beleidigen, während Siebenbrod von Zeit zu Zeit langsam an seiner eigenen Hose herabfuhr, um jede Bemerkung des Konsuls dann mit einem beistimmenden: »Jawoll, jawoll — so 's recht, Herr Konsul« zu begleiten.