[4] Da sein Verfasser im Grunde nur den gedruckt vorliegenden „Hürnen Seifrid“ umschreibt, widerspricht das Auftauchen des Volksbuches im 18. Jahrhundert nicht der [S. 1] aufgestellten Behauptung, daß die direkte volkstümliche Überlieferung im Dreißigjährigen Kriege erloschen ist.

[5] Die Beispiele sind entnommen aus „Die Edda“, übersetzt und erläutert von Hugo Gering.

[6] Odin ist die nordische Form des Namens für denselben Gott, der in Deutschland Wodan hieß.

[7] Wagner hat diesen Zug der Sage in der „Walküre“ benutzt, ihn aber verschoben; bei ihm ist Siegfrieds Mutter an die Stelle der Signy getreten.

[8] Wagner überträgt den Namen auf die Person seiner Dichtung, die eigentlich die Figur des Siggeir fortsetzt.

[9] Man dachte sich die Gnitaheide auf dem halben Wege von Paderborn nach Mainz gelegen, wo sie im 12. Jahrhundert ein wandernder Norweger, Abt Nikolaus, wiedergefunden zu haben glaubte.

[10] Daß Sigurds Schwert dasselbe ist, das sein Vater geführt hat, behauptet erst die Volsungasaga; die Lieder-Edda weiß noch nichts davon.

[11] Nach späterer nordischer Sage ist allerdings die Aslaug, die Gattin des Ragnar Lodbrok, eine Frucht dieser frühern Bekanntschaft Sigurds mit Brynhild. Übrigens nennt der Liedersammler die Brynhild bei ihrer ersten Begegnung mit Sigurd „Sigrdrifa“, indem er einen Beinamen (Spenderin des Sieges) als Namen auffaßt; vielleicht hat er dadurch für die beiden Verlobungsgeschichten (vgl. [S. 22]) zwei verschiedene Heldinnen schaffen wollen.

[12] Die ursprüngliche Fassung der Sage, daß Sigurd in untergeordneten Verhältnissen aufgewachsen ist, blickt deutlich hindurch.

[13] Im Norden wird sein Volk nicht das hunnische genannt, wenigstens nicht in den älteren Quellen; nach vereinzelten Andeutungen herrscht er in Walland (Italien).