In dysem buchlein seindt begrif | fen die wunderbarlichen zaychen, beschehen zu Regen- | purg zu der schönen Maria der mutter gottes. | (Holzschnitt) | Regenspurg.
o. J. (1520). 48 Bl. 4. — In Regensburg (wo nur 11 Bl. vorhanden).
Meine Nr. 1339 ist demnach nicht in Regensburg.
Emil Weller.
Fußnote:[A] Wenn Passavant T. III, p. 304 und 315, das Blatt dem Altdorfer zuschreibt, so ist dies ein Märchen, das auf einer Tintenfälschung des Monogramms bei dem Exemplar der Albertinischen Sammlung in Wien beruht, wo indeſs das Ostndorffer’sche Zeichen trotz der Correctur noch deutlich erkennbar ist.
Wann kamen die Wörter „Soldat“ und „Princessin“ in den deutschen Sprachgebrauch?
Ich weiſs zwar nicht, ob das Wort „Soldat“ nicht schon früher in der deutschen Sprache eingebürgert war; aber mir begegnete es in der Bedeutung, wie es etwa jetzt verstanden wird, zum ersten Male im Jahre 1551. Damals wurde das spanische Kriegsvolk, das bisher in Schweinfurt gelegen, nach Windsheim verlegt. Der dortige Rath ersuchte die Stadt Nürnberg, ihm Jemand zu schicken, der der spanischen Sprache kundig wäre, wo möglich, den Michel Stresenreuter. Darauf antwortete Nürnberg unterm 7. März, Stresenreuter sei nie in der Stadt Nürnberg Diener, wohl aber „vnser Soldaten einer“ gewesen. Vor zwei Jahren habe er seinen Abschied genommen, und jetzt halte er sich in der Gegend von Weiſsenburg auf. Dagegen könne man Windsheim den Hanns Kleindienst überlassen, der auch der spanischen Sprache kundig und mit dem Kriegsvolk und seinen Obersten wohl bekannt sei.
Dasselbe dürfte mit dem Worte „Princessin“ der Fall sein. Es ist mir nie vorgekommen, daſs die Töchter deutscher Fürsten vor der Mitte des 16. Jahrhunderts mit diesem Worte bezeichnet wurden. Zum ersten Male fand ich es in einem Schreiben des Raths zu Nürnberg an seinen Syndicus Dr. Christoph Gugel, der im März 1550 wegen Erwerbung des Schlosses Hartenstein an den churfürstlichen Hof zu Heidelberg abgesendet worden und den Auftrag erhalten, behufs Beschleunigung dieses Geschäftes die „Princessin“ mit 500 oder 1000 fl. zu verehren.
„Soldat“[A] und „Princessin“ haben sich meiner Ansicht nach unter Carl V. und Ferdinand I. aus dem Spanischen in’s Deutsche eingebürgert, — jedoch Alles salvo meliori.
Nürnberg.