(Dies.)

67) An dem südlichen Thurme der Domkirche zu Lübeck werden Restaurationsarbeiten vorgenommen. Derselbe neigt sich bekanntlich, gleich dem schiefen Thurme zu Pisa, bedeutend nach der einen Seite, und es soll dem Kolosse seine aufrechte Stellung wiedergegeben werden. Am 8. Mai ist es bereits gelungen, von der über 400 Fuſs hohen Spitze des Thurmes den aus Kupfer getriebenen Hahn nebst Kugel herabzunehmen.

(Dies.)

68) In Konstanz soll an der Stelle, wo seit einigen Jahren ein einfacher Denkstein den Ort bezeichnet, an welchem Huſs den Feuertod erlitt, zu seinem Andenken ein groſses Monument erstehen.

(Dies.)

Inserate und Bekanntmachungen.

14) Der Gefertigte hat wiederholte Studien über die Kunstdenkmale der ehemaligen Krönungsstadt des Königreiches Polen gemacht. Einige derselben wurden da und dort in Zeitschriften veröffentlicht. Das ganze reiche Material seiner Studien hat er jedoch in einem Buche niedergelegt, das den Titel führt: Die mittelalterlichen Kunstdenkmale der Stadt Krakau.

Das Buch enthält 30 Druckbogen Text mit 106 Holzschnitten, 80 Tafeln in Kupferstich und Lithographie. Es wird vorläufig nicht in den Buchhandel kommen, doch können Bibliotheken sowie Kunstfreunde, die sich dafür interessieren, dasselbe gegen direkte Bestellung beim Verfasser per Post zugesendet erhalten. Der Preis wird mit 16 Thaler pr. C. berechnet.

Das Werk enthält neben einer kurzen Uebersicht über die Geschichte Krakau’s zunächst eine Abhandlung über die ehemalige Gesammtphysiognomie der Stadt und ihre Befestigung, dann über sämmtliche noch bestehende und bereits zerstörte Kirchen der Stadt, woran sich eine Abhandlung über die der Stadt eigentümliche Kirchenbauschule und ihr Verhältniſs zu anderen gleichzeitigen Kirchenbauten knüpft. Die in den Kirchen noch vorhandenen Altäre, Taufsteine, Weihwasserbehälter, Grabmäler u. A. werden ebenso wie die Glasgemälde in dieser Abtheilung betrachtet. Die folgende Abtheilung enthält die bürgerliche Baukunst, wo zunächst das Königsschloſs, sodann das Rathhaus, die Tuchhalle und das noch wohl erhaltene mittelalterliche Universitätsgebäude betrachtet werden. Daran schlieſst sich eine Abhandlung über die reichen Schätze aus dem Gebiete der Goldschmiedekunst und Paramentik, die Krakau noch bietet, sowie über die Objekte der Kleinkunst überhaupt.

Eine Anzahl Beilagen enthält die Namen der Könige von Polen, der Bischöfe von Krakau, Handwerkerordnungen, Urkunden über Verleihungen des Stadtrechtes, das Cermoniel der Königskrönung, sodann Abhandlungen über die Anfänge der Buchdruckerkunst in Krakau, über das polnische Münzwesen u. s. w.