Man sol salpeter nemen und sol in legen in einen eysnein loͤffel und sol in setzen uber ein feur und sol in brennen und sol in alz heiz machen daz er glwͤe alz ein eysen. und sol auch huͤten, daz kain gluͤwender Kol dor in kum und sol ye in ein phunt salpeterz ye ein klein vierdung schwefelz werfen und sol in denne uz giezzen in ein beckin und sol dez selben salpeterz ein phunt nemen und sol nemen ein vierduog eins phundez lindein kolen und sol nemen zwey lot schwefelz und sol daz ein wenig feuhten und sol ez under einander stozzen alz klein daz man den swefel niht gesehen moge sunder. und sol ez danne derren und sol daz pulver denne tun in ein stein buͤhschen daz sy drey vinger ler ste und daz ez hert in der buͤhsen vff ein ander gestozzen sey und sol dann nemen einen buͤchein klocz der hert sey dreyer zwerh vinger lang und sol den hert schlahen für daz pulver und nem denn ein wenig gruͦmatz und den stein do für in di bühsen legen und sol den zwicken mitten in di buͤhsen mit keideln umb und umb daz er sich niht geruͤren möge.
Verzeichniſs der Ausgaben für den Bau einer Kapelle im Stifte Reun in Steiermark, aus dem Jahre 1409.
Das Stift Reun wurde vom Markgrafen Leopold dem Starken von Steiermark gegründet und mit Mönchen aus dem Kloster Ebrach in Franken besetzt, 1129. Es ist gegenwärtig die ses Stift das älteste des ganzen Cisterzienser-Ordens. — Was die Gebäude betrifft, so zeigen dieselben einen ziemlich einheitlichen Charakter aus den zwei letzten Jahrhunderten, bis auf einige Spuren aus älteren Bauperioden, und bilden mit Einschluſs des Oekonomiegebäudes zwei groſse, abgeschlossene Theile. In seiner früheren Anlage jedoch, wie aus den noch vorhandenen schriftlichen Aufzeichnungen zu ersehen ist, bestand das Stift, auſser der alten, romanischen Kirche und dem Conventgebäude, noch aus mehreren für sich bestehenden Gebäuden, mit eigenen Kapellen, theils romanischen, theils gothischen Styles, die in der Folgezeit entweder umgebaut und ihrem ursprünglichen Zwecke entfremdet, oder auch gänzlich abgebrochen wurden.
So ist von der Capella St. Crucis in domo abbatis, die unter Abt Angelus[A], am St. Markustage 1406 begonnen und zu Simon und Juda 1409 vollendet und geweiht worden war, nichts mehr zu sehen. Die Chronik des Stiftes enthält jedoch ein interessantes Verzeichniſs der beim Baue dieser Kapelle und ihrer inneren Ausstattung verwendeten Ausgaben, welches in diesem Blatte Raum finden möge.
Pfund
ß
₰
Primo. Lapicidis, muratoribus et eorum famulis
122
5
9
Item, frangentibus lapides et pro magnis lapidibus
30
—
4
Item. Carpentariis diversis
14½
—
50
Item. Magistro Johanni Greis Carpentarie de capella et aliis laboribus
9
5
—
It. Wenzeslao horologiste, de Cruce, stellis, et litere M
[B]
in campanili
5
—
60