Ein eer wa mans Inn landen seit

Gott woll das alle Sache vnnd die

Werd hingelegt on alle mie

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vnnd niemand mer trag neid noch haſs

So gieng es aller welt des baſs

vnnd mocht der armen werden rath

Als Hanns Schneider gesprochen hat.

Anm.7. dorsten, wagten, durften. — thorolt, die Herolde. —9. mail, Makel. Und wenn die Häupter sich eines Makels schuldig machten. —11. Bekannte Strafe dessen, der sich einen Makel an seiner Ehre zugezogen hatte. Graf Eberhard der Greiner strafte so seinen Sohn, den Grafen Ulrich. —18. Statt baſs vielleicht zu lesen daſs. —22. entpert, empört. —31. Markgraf Friedrich von Brandenburg, Markgrafen Albrecht’s Sohn. —40. lecht, leicht, vielleicht, etwa. Ebenso auch79.55. Kaiser Karl IV., insofern er die goldne Bulle gab. —56. Das, verstehe des, darum, deshalb; wie unten132.59. „und sieht bei dem Handel auch“ etc. —63. Statt Herr ist zu lesen Heer. —67. Entziehung der bereits per procura ihm angetrauten Anna von Bretagne und Zurücksendung der dem König Karl VII. verlobten Margaretha, Maximilian’s Tochter. —70. Son, Sühne, Versöhnung; die innern Zwiste der deutschen Fürsten unter sich. —75. Statt er ist zu lesen es. —76. peirin, nicht Bäuerin, sondern Bayerin, wie nachher (79. ) von Schwaben geredet wird. —77. „das Volk in kurzen Röcken“, die Kriegsleute. —79. lecht, leicht, vielleicht, etwa; wie oben40.87. Geschick, geschickt. —88. Constructio per synesin. —96. wartten, beachten, befolgen. —100. Tratz, Trotz; — vor sein (einem Dinge), entgegentreten, hindern. —101. vast, sehr, stark. —102. letzen, Schaden zufügen, verletzen. —103. theur, die theure, Theurung; so auch118.107. „Der Türke sei ihm der ganz (gar) zu mächtige“. —108. bas betrechtig, besser betrachtenswerth, besser zu bedenken. —109. pstritten, bestritten, bekämpften. —112. fürkommen, zuvorgekommen, verhindert. —117. allein nit, nicht allein, nicht nur. —119. schwarlich, schwer, beschwerlich, zur Beschwerde. —120. „und bedrängte arme und reiche Leute“. —126. des biſs, des (dessen, daran) sei. —127. Statt trewer möchte man lesen tewrer. —129. Aufenthalt, Stütze, Schutz; ( der cristenheit zu auffenthalt, im Antrag der ungarischen Botschaft zu Nürnberg am 31. Oct. 1522, Türkenhilfe betreffend). —131. Es scheint sehr zu fehlen. —132. Statt das verstehe des (deshalb, dazu), wie oben56.135. Schwer, Last, Beschwerde. —140. Dieser Beleidigung erwähnt auch Celtis in der Eleg. IX. amorum II: Perfida non nostras rapuit tunc Gallia sponsas, Contemnens natam, Maxmiliane, tuam. —141. Widergelt, Vergeltung. —143. Die Kurfürsten. —146. „Dieselben mahne und muthe ein Gleiches.“ —152. den gesammten Adel. —153. Ritter und Knechte, d. h. Adelige mit und ohne Ritterwürde. —157. Wol für er ( eer, Ehre,192. ) und gut? —160. mee, mehr, ferner. —161. die frumen knecht können doch nur die Landsknechte sein. Daſs aber K. Max ihnen nicht eben gewogen war, ist bekannt. —162. mye, ebenso wie194. mie, Mühe. —172. Witze, Klugheit. — pflicht, pflegt, übt. —177. in die Engen Turcken? —182. „Mahne alle diese Welt (Leute), keiner von ihnen tritt dir hindernd in den Weg,“ — oder besser noch: geht dir (weigernd) aus dem Weg, tritt zurück. —185. vor, vorher. —193. „daſs jede Sache und auch diese“. —194. hingelegt, beigelegt. —196. des baſs, desto besser. —197. der armen, der armen Leute, der Bauern.

Ein Teppich mit Darstellungen aus der Geschichte Tristans and Isoldens.