23. Martin von Wildenstein, 1478[39], eques auratus, † 1484[40].

24. Im ist in der Pfleg von Sulzbach gefolgt von Herzog Alberto aus Beyern dahin gesetzt Landtgraff Fridrich von Leuchtenberg, hat aber die pfleg nicht persöhnlich bezogen, sondern mit Bewilligung Alberti einen vicarium hingesetzt nehmlich Hannsen von Ramming[41]. Der Leuchtenberger Stamm haus ist Leuchtenberg nicht weit von der Nab, auf einen sehr hohen Berg, in alten briflichen Urkunden wirds Luickam berg genennt.

25. Friderico zum Leuchtenberg folget 1487 in dem Landrichteramt zu Sulzbach Heinrich Nothaft von Werenberg Ritter, das ist auch ein uralt geschlecht[42]. Ein Heinrich Nothaft war 1408 Bürgermeister zu Regenspurg hernach[43] vicedom in Niderbeyern[44]. Herr Albrecht Nothaft war Stathalter zu Cham, dessen Sohn Heinrich Nothaft Pfleger zu Sulzbach ist gestorben 1508[45].

26. Im Jahr 1499[46] ward Landrichter in Sulzbach Hans von Lichau, so aber das folgend Jahr ist mit Dot abgangen[47]. Es finden sich auch im Marggraffthum Barreuth Lichauer haben ihren Rittersitz zu Dandorff[48].

27. Anno 1499 ward Landrichter zu Sulzbach Albrecht von Murach zu Guteneck[49], ist gestorben zu Sulzbach aõ 1501. Seine Mutter ist eine Egelofsteinerin gewesen.

28. Im folget Albrecht Stiber[50] ein fränkischer von Adel[51], er hat sich im Schlos zu Rosenberg aufgehalten[52].

29. Sigmund von Paulsdorf zu Kührn aõ 1503[53]. aõ 1498 war er Oberlichter zu Mönchen, ist 1519 gestorben[54].

30. Aõ 1504 ist Sebald Stiber, Landrichter zu Sulzbach und nach ihn aõ 1505 sein Bruder Sebastian, der letzte unter den beyerischen Landrichtern, denn nach dem beyerischen Krieg ist Sulzbach auf Pfalzgraffen Ruperti hinterlassene junge Erben, Ottheinrichen und Phillippen durch Mildigkeit Keysers Maximiliani gefallen[55].

Fußnoten:[34] Stingelhaimers. G. M.[35] circa annum 1473; ist vielleicht der Egloffsteiner gewesen Nro. 19 und hat das andere mal die Pfleg zu Sulzbach angetretten. G. M.[36] circa a. Ch. 1477. G. M.[37] Pipburg. G. M.[38] Friderich. G. M.[39] cc. A. C. 1478. G. M.[40] Ist vielleicht des vorigen Wildensteiner’s Vatter oder Sohn gewesen. G. M.[41] Bei G. M. ist an dieser Stelle folgender ausführlicher Excurs eingeschaltet: „Die Landgraven von Leuchtenberg haben einen Theil vom Nordgau inn gehabt. Ihr Stamm-Hauſs ist Leuchtenberg, nicht weit von der Naab, auf einen sehr hohen Berg, daſs man solch Schloſs auf viel Meilwegs sehen kan. In alten Brieflichen Urkunden wirds Luickenberg genannt; sind vorzeiten mächtige Fürsten gewesen, die aber hernach sehr abgenohmen vnd eine Herrschafft nach der andern verkaufft. A. 1281 verkaufft Landgrav Vlrich den Burggraven zu Nürnberg das Schloſs Rauhen Culm, welches auf einen hohen Berg im Nordgau gelegen, welcher Berg wegen seiner Höhe auf 5 oder 6 Meilen kan gesehen werden. Ist noch heutiges Tages, samt dem beyliegenden zerstörten Städlein, das Neustadt am Culm genannt, Marggrävisch, so sich Burggraven zu Nürnberg schreiben. Das Schloſs aber Rauhen Culm ist im Marggrävischen Krieg durch die Nürnberger zerstöret worden, und nichts mehr zu sehen, dann etliche rudera und Stein-Hauffen. Kayser Ludovicus Bavarus kauffte vom Landgraven Vlrichen, mag vielleicht des vorigen Sohn gewesen seyn, die Herrschafft Floſs und Parckstein um 1450 Mark Silbers geschehen A. 1316 wie solcher Kauff Brief zu Pfreimbd vorhanden. Dieser Landgrav Vlrich verkaufft auch Herzogen Heinrich, dem jüngern, in Bayern die Veste Falckenstein: an der Bezahlung gab ihm der Herzog Pfreimbd, A. 1332, welches Amt zuvor durch einen Bayerischen Pfleger ist verwaltet worden. A. 1366 theilten die 2 Brüder Vlrich und Johann, Söhne Vlrici, mit einander Pfreimbd, Leichtenberg, zum Stein, Stierberg, Pezenstein, Dürschenreuth, Pleystein, Reichenstein, Schönsee, Gravenwörth, Schwarzenburg, Rätz, Waldmünchen; A. 1405 verkaufft Landgrav Johann Creilſsheim den Burggraven zu Nürnberg. A. 1418 verkaufft Landgrav Johann, vorigen Johannis Sohn, Pleystein mit aller Zugehör im Nordgau Pfalzgrav Johanni um 12000 fl. A. 1449 ward Landgrav Luitpold Vicedom zu Amberg, starb im Jahr 1463. Luitpoldi Sohn war Landgrav Fridrich Sulzbachischer Vicedom; Seine Gemahlin war Dorothea, Grav Philipps von Scheineck Tochter. Von diesem Graven Philipp kommt Gravenfeld an die Landgraven. Dieser Landgrav Fridrich hat unter andern Kindern einen Sohn gehabt, Johann genannt, Vicedom zu Amberg, der Sulzbacher abgesagter Feind, so ihnen im Bayrischen Krieg viele Feindseligkeiten bewiesen, dann er diente Pfalzgraven Ruperto, darum ward er auch mit ihm vom Kayser Maximiliano in die Acht erkläret: ist gestorben 1531. Verlieſs 3 Söhne..... so nicht wohl bey Sinnen, Christoph einen wackern Kriegsmann zu Caroli V. Zeit, und Georgen, dessen Gemahlin eine Marggravin zu Brandenburg und ist im Marggrävischen Krieg sehr zu schaden kommen, er starb 1555, verlieſs einen Sohn Georg Ludwig, welcher offt zu Ott-Heinrichen nach Sulzbach kommen, Principum Mercurius, so seine meiste Zeit mit hin und wieder Reisen hat zugbracht, und ist endlich zu Wien gestorben. Hat einen unehlichen Sohn verlassen, in welchem nichts Fürstliches zu sehen war. Ist endlich von seinem Schwager Maximiliano, Herzogen in Bayern in ein Closter verschlossen worden. Factus ex desperatione Monachus, in dem doch nichts geistliches jemahls gewesen. Sein Sohn war Maximilianus Adam, der letzte seines Namens und Stammes, starb A. 1646.“. —[42] in vielen Historien berühmt. G. M.[43] Cämmerer und Vicedom. G. M.[44] in grosen Ansehen. Herr Haimerann Nothafft, Ritter, ward A. 1416 Pfleger zum Parckstein bei der Weiden. G. M.[45] Dieses Geschlecht ist noch heut in gutem Esse. G. M.[46] Bei G. M. wol richtiger: 1490.[47] Dieſs edle Geschlecht ist auch der alten Tournier-Geschlecht eines, so sich lange Zeit im Nordgau aufgehalten, wie dann zu meiner Zeit ein Lichauer zum Albershof gewohnet, so aber gar ins Abnehmen gerathen. G. M.[48] Auf Hans von Lichau folgen bei G. M. unter Nr. 28 u. 29 nachstehende zwei Landpfleger: 28. Wolf von Parsberg, Eques auratus, A. C. 1492, Hannsen des Aeltern Sohn, und des jüngern Hannsen Vatter, ist lang Pfleger gewesen zu Neuburg an der Donau. Nach seines Vattern Todt hat er eine lange Zeit mit seiner Mutter gehaust, der hinterlassenen Güter halben. Sein Weib ist eine von Wildenstein gewesen, mit welcher er 2 Sohne gezeuget, Herrn Hannſs, davon hernach soll gesagt werden, und Gilgen.

29. Georg Marchalck ( so! ) von Ostheim hat ihm succedirt, A. C. 1494. Die von Ostheim sind vornehme Fränckische vom Adel, haben ihren Ritter-Siz in der Gravschafft Henneberg.