Te sic Andreas pius effigiabat alumnus

Plenniger ad vada Danubii Tiberinide civis

Sacraturus Hero patria in natione potenti.

Könnte vielleicht Jemand über diesen Andreas Plenniger nähere Auskunft geben? — Auf der zweiten Platte ist in der Mitte die Susanna im Bade mit den zudringlichen Liebhabern dargestellt. Um diese Darstellung laufen die Worte: Praestat humi vitam quam profudisse pudorem, quod monet exemplo casta SUSANNA suo. Nec facimus poenae linquunt gravis excubat ultor, et fraus authori est perniciosa suo. An den vier Seiten sind Scenen aus dem Leben des Jonas mit lat. Versen aus dem Buche Jonas zu sehen. Rings um die Platte ist in besonderen Einfassungen der Gesang: „Disce subesse Deo. Spartam, quam nactus es ornans, ni vis irato sucubuisse Deo. Perfer et obdura, fac, quae pia functio poscit, susceptus Domino non perit ille labor“ für secundus Discanus, Altus, Tenor, primus Discanus, secundus Tenor, Passus componiert. Die eckigen Noten sind schwarz und golden, die bunten, arabeskenartigen Zierathen in graziösem Renaissancestil ausgeführt. Auf der Platte steht ein aus den Buchstaben PLGR zusammengesetztes Monogramm.

Gotha.

A. Bube.

40) Professor Senure in Gent hat in der dortigen Universitätsbibliothek das Horabuch Kaiser Karl’s V. entdeckt. Dasselbe enthält zuerst ein Gebet, das allem Anschein nach vom Kaiser selbst verfaßt ist, dann religiöse Gesänge, Moralregeln, philosophische Betrachtungen und Gesundheitsregeln für jeden Monat des Jahres, Alles lateinisch. Der Gelehrte will seinen Fund durch getreuen Abdruck veröffentlichen.

(Ill. Ztg. Nr. 1293.)

41) Im Dorfe Uthmöden, unweit Calvörde (Braunschweig), ist auf einem Acker ein Topf mit etwa 200 Silberbracteaten gefunden worden. Das Gepräge eines Theils derselben zeigt einen geharnischten Ritter, der in jeder Hand ein Fähnchen hält; auf andern sieht man die Figur eines Bischofs, mit einem Zweige in der einen und einem Kreuz in der andern Hand. Die Münzen scheinen dem 11. oder 12. Jahrh. anzugehören.

(Brschw. Tagebl. Nr. 81.)