Sphragistische Aphorismen
[147]
.

(Schluß.)

XV.

Siegel 1, September

Einer Wappendecke begegnen wir ferner auf demSiegel IV, A. 1 Lippold’s von Behr von 1283[148], nur mit dem Unterschiede, daß wir es auf den Siegeln Nr. XI und XIII mit dem Hirsch als wirklichem oder symbolischem[149], hier aber mit dem Bären als redendem Siegelbilde, das wol erst später in ein redendes Wappen bild verwandelt wurde, zu thun haben[150].

XVI und XVII.

Mit diesem Siegel bilden die beidenSiegel Ulrich’s[151] undHarnid’s[152], beide an derselben Urkunde von 1283 — an welcher auch noch das Siegel IV, A. 1 Heinrich’s hängt, in welchem gleichfalls der Bär mit der Wappendecke erscheint, — eine sehr interessante Serie, da auf dem Siegel Ulrich’s das eigentliche Wappen allein, und auf dem Harnid’s ein Theil des Wappens (zwei der drei Schwanenhälse) und ein Stück des Bären zu sehen sind.

Siegel 2, September

Siegel 3, September

Dergleichen poetischen Lizenzen begegnet man häufig auf Siegeln des Mittelalters, namentlich im 13. u. 14. Jahrh. und in den verschiedensten Formen.