Der Franntzoß bis in die 14000 gerüster pferden vnd geringer, Teutscher knecht bis in die 6000, Schweytzer bis in die 7000.
Nürnberg.
Jos. Baader.
Die Reliquienbehälter in der Sammlung kirchlicher Alterthümer im germanischen Museum.
(Schluß.)
Dem 15. Jahrhundert gehört ein großer, holzgeschnitzter, gekrönter, weiblicher Kopf mit einem hoben Rumpfe ohne Arme an; in diesem Rumpfe ist eine viereckige Oeffnung, welche die in diesem Gefäße zu verschließenden Reliquien sehen läßt. Damit verwandt ist ein kleines, hölzernes, weibliches Köpfchen, bei welchem man durch einen Vierpaß die eingeschlossenen Reliquien erblicken konnte.
Ein sehr elegantes Reliquiar ist in Form eines Kreuzes gebildet, dessen Arme in Vierpässe enden (Fig. 4 ). Das Kreuzchen steht auf einem eleganten sechsblätterigen, in’s Oblonge gezogenen Fuße mit Stiel und Knauf, letzterer mit sechs Rosetten besetzt. Die Vorderfläche des Kreuzchens selbst ist graviert, die Figur des Gekreuzigten gegossen. Vor dem untersten Vierpaße ist ein knieender Engel, gleichfalls gegossen, angebracht, der den Kelch zur Auffangung des Blutes emporhält; auf der obern Spitze des Kreuzes kniet der Erzengel Michael mit Schild und Schwert. Vom untern Vierpasse gehen zwei ornamentale Arme aus, auf denen die Figürchen von Maria und Johannes stehen. Das Kreuz, 27 Centim. hoch, ist ein hübscher Repräsentant der Goldschmiedearbeit des 15. Jahrhunderts.
Fig. 4.
Damit verwandt ist ein ganz ähnliches Reliquienkreuz, dessen beide Seiten nur graviert sind, das aber nicht auf einem Fuße befestigt ist. Die Gravierungen sind für die Geschichte des Stichs nicht ohne Interesse (Fig. 5 ). Nunmehr haben wir ein Reliquiar zu betrachten (Fig. 6 ), das einen schmalen, aus Metallblech zusammengesetzten, giebelartig geschlossenen Bau darstellt, dessen ganze Vorderfläche, mit Maßwerkdurchbrüchen versehen und durch eine Glasplatte geschlossen, in’s Innere bli cken läßt, wo die Reliquien sich befanden. Eine massive Eckgliederung, die sich an den Giebeln mit aufsteigenden Zinnen verbindet, gibt Halt und Stärke. Das Reliquiar ist aus Kupferblech zusammengesetzt und stark vergoldet; die Rückwand ist neu; die Länge beträgt 26 Centim.; die Breite des Kastens 6 Centim.; die gesammte Höhe 33 Centim.
Fig. 5.