- 26 Chormäntel,
- 92 Caseln,
- 20 Dalmatiken,
- 21 Schultertücher,
- 18 Stolen,
- 18 Manipeln,
- 24 Velen,
- 11 Antipendien
zählt und nun sowohl dem Umfang, als dem historischen und künstlerischen Werth nach die Sammlung im Zither zu Halberstadt übertreffen dürfte.
Die Erhaltung dieser mittelalterlichen Cultgewänder in einer evangelischen Kirche durch die vielen Stürme[17] hindurch, welche die Marienkirche erleiden mußte, und bei welchen unzählige Kunstwerke geraubt oder zerstört wurden, ist ein glücklicher Zufall. Die erhaltenen Gewänder bilden freilich nur einen kleinen Theil der einst vorhanden gewesenen. In der Mitte des 16. Jahrhunderts waren an der großen Zahl der Capellen und Altäre der Marienkirche 128 Priester[18] thätig. Ein im Jahre 1526 angefertigtes Verzeichniß[19] führt folgenden Besitz der Kirche auf: