(Fränk. Kurier, Nr. 199).

65) In Neunkirchen bei Leutershausen hat, wie die „Fränk. Ztg.“ mittheilt, der Gutsbesitzer Uebelhör beim Ausgraben eines alten, in seinem Garten stehenden Baumes 11 Goldmünzen gefunden. Mehrere derselben tragen die Jahrzahl 1588, die neueste ist aus dem Jahre 1642.

(Fränk. Kurier, Nr. 197).

66) Schneeberg i. S. Beim Graben einer Schleuse fanden Arbeiter eine stark verrostete, verschlossene Büchse aus dickem Eisenblech; sie war in einer alten Grundmauer in einem hiesigen Hausgrundstück versenkt. Beim Graben vielleicht schon wurde die Wand des Gefäßes verletzt, und es kamen Münzen zum Vorschein. Die Arbeiter verhehlten den Fund und suchten ihn bei einem hiesigen Goldschmied umzusetzen, der ihnen auch einen Theil davon abnahm. Mittlerweile wurde die Sache ruchbar, und es gelang, den größten Theil des Fundes wieder zu erlangen, der jetzt auf dem Rathhause liegt. Fehlen sollen einige Ringe, die schon eingeschmolzen worden sind; vorhanden sind noch 126 Stück, zum Theil gehenkelte Goldmünzen von der Größe eines Silber-Fünfmarkstückes bis zu der eines 50-Pfennigstückes. Das Gepräge zeigt verschiedene Abstammungen; wir sahen darunter außer sächsischen englische und salzburgische Münzen. Das Gesammtgoldgewicht beträgt etwas über 500 Gramm. Außer den Münzen fanden sich noch 2 kleine silberne, grob gearbeitete Kruzifixe und 1 Ringstein, ein Onyx mit einem Wappen, 4 wagerechte Querbalken im Felde darüber die Buchstaben M D Z B. Der größere Theil der Goldmünzen ist zusammengerollt, ob ursprünglich oder neuerdings, ist ungewiß. Die Jahreszahlen auf den Münzen scheinen nicht über 1620 hinauszugehen, so daß man es muthmaßlicher Weise mit einem im 30 jährigen Kriege vergrabenen Schatze zu thun hat.

(Nordd. Allg. Ztg., Nr. 191.)

67) Aus Meklenburg, 13. März. Ein seltener Fund wurde, wie aus dem Städtchen Lübz gemeldet wird, kürzlich in dortiger Gegend von einem Erbpächter gemacht. Derselbe ließ einen an Altersschwäche leidenden Koffer zu Brennholz zerschlagen. Beim Abspalten des Holzes fällt aus einer unter der sogen. Beilade befindlichen kleinen Lade ein Beutel mit 32 Geldstücken heraus, welche die Größe eines Thalerstückes und die Dicke eines Markstückes haben. Es waren meist ⅔ Thalerstücke von Meklenburg und Braunschweig-Lüneburg u. A. aus den Jahren 1691 und 1699. Die älteste dieser Münzen enthält die Jahreszahl 1683, die jüngsten dagegen diejenige von 1795. Außer diesen Münzen fand sich eine Quittung von der Größe eines Quartblatts vom Jahre 1771 in der Beilade.

(Numism. sphrag. Anzeiger, Nr. 4).

68) Meppen, 19. März. Wie uns mitgetheilt wird, sind in der vergangenen Woche in Geeste, Amts Meppen, beim Aufbrechen des Fußbodens in einer Scheune alte Münzen und Gold - und Silbersachen in einem Topfe gefunden worden. Die Münzen sollen dem 17. Jahrhundert stammen.

(Daselbst).

69) Vilshofen, 27. April. Unsere Stadtgemeinde besaß einen Pokal, ein Straußenei vorstellend, mit Silberverzierung und in Gold gefaßt, ein Geschenk eines ehemaligen Kammerers Kilian Sidler, Gutsbesitzers in Hinterholzen bei Beutelsbach, aus dem Jahre 1567. In der Kunstausstellung zu München erregte der Pokal bereits die Aufmerksamkeit des Herrn v. Rothschild in Frankfurt, und schon im Vorjahr hatte ein Antiquitätenhändler 5000 m. dafür geboten. Dortmals scheiterte das Kaufsangebot, weil man den Preis zu gering fand. Vor einigen Tagen nun wurde der Pokal an einen Herrn aus München um 6500 m. verkauft.