Wissenschaftliche Mittheilungen.
Alte Handzeichnungen von Goldschmiedearbeiten im germanischen Museum.
(Mit 2 Tafeln.)
Im Anschlusse an die in früheren Nummern mitgetheilten Gefäßzeichnungen lassen wir heute auf den beiliegenden beiden Tafeln vier weitere folgen, zunächsteinen Pokal, sorgfältig mit der Feder gezeichnet und mit violetter Farbe (Neutraltinte) angetuscht. Das Blatt zeigt von späterer Hand mit anderer Tusche die Initialen W und I zu beiden Seiten des Mittelknaufes, die hier weggelassen sind, in der That aber wiederholt Veranlassung gegeben haben, das Blatt dem berühmten W. Jamitzer zuzuschreiben. Die Farbe veranlaßt uns, anzunehmen, daß die Ausführung in unvergoldetem Silber gedacht ist. (Nr. 19 der Handzeichnungen.)
Getuschte Federzeichnungen eines Pokales und einer Vase. 2. Hälfte des 16. Jahrh.
Halbe Originalgröße. Aus den Handzeichnungen des german. Museums. Nr. 19 u. 102.
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GRÖSSERES BILD
Das zweite Gefäß isteine Vase, aus einer Cocosnuß hergestellt, welche auf der Zeichnung braun schattiert ist, während die silberne Fassung ebenfalls mit Neutraltinte schattiert, theilweise aber leicht gelb angelegt ist, so daß man ersehen kann, daß sie theilweise vergoldet werden, zum Theile die Naturfarbe des Silbers behalten sollte; die Zeichnung ist jener des vorhergehenden Blattes verwandt, doch wol nicht von derselben Hand. Das Blatt trägt in unserer Sammlung die Nummer 102.
Getuschte Federzeichnungen zweier Nautiluspokale. 16.-17. Jahrh.
Halbe Originalgröße. Aus der Sammlung der Handzeichnungen des germanischen Museums. Nr. 109 u. 111.