[277] „Blöcke“ sind bei den Alben die 4 an den Aermelenden und auf der Vorder- und Hinterseite über dem unteren Saume aufgenähten viereckigen Stücke von dem Stoffe der Casel und Dalmatiken. „gulden“ und „silbern“ bezeichnet brochierte Seidenstoffe.[278] Damast; damasten.[279] d. h. mit Stickerei in weißen Leinenfäden.[280] d. h. mit Stickerei in bunten, hauptsächlich blauen Wollenfäden.[281] „Creutz“ ist bei den Caseln allemal das große, gestickte auf dem Rücken, und „gulden“ bezeichnet dann allemal Reliefstickerei mit Goldfäden. „Mahn“ sicher soviel als Mondschein; es ist ein sehr helles Blau, beinahe bleu-mourant. — „Es ist wol mohnblau (mâhen, mâgen, Mohn) zu verstehen.“ Dr. Fr.[282] mit Stickerei in Seiden-Plattstich.[283] Zwei auf den Schulterblättern jeder Dalmatik angebrachte flache Reliefmedaillons, im Maul des Löwen jedesmal ein Ring, in den eine Quaste in der Farbe des Gewandes eingeflochten ist.[284] d. h. in die Marienkirche auf dem Harlunger Berge, welche nach Aufhebung des seit 1435 bei ihr bestandenen Prämonstratenserstifts 1551 dem Domkapitel geschenkt war.[285] Ein sehr dünner Seidenstoff, hier meist als Futter vorkommend. Vgl. Grimm, Wbch. V, 238.[286] gedrehte Knöpfe, hohle gerillte Kugeln, durch welche die Quastenschnüre gezogen sind.[287] Ein Kleiderstoff, ursprünglich von Kameelhaaren (camelot, chamelot), später auch von Seide, jetzt meist halbwollen. Grimm V, 96.[288] Blögke bei den Dalmatiken sind die 4 meist gestickten, sonst jedenfalls aus einem kostbaren, von dem des Gewandes verschiedenen Stoffe hergestellten plagulae in der Mitte der Brust und des Rückens und über dem unteren Saume hinten und vorn. Bei den hier gemeinten Gewändern bestehen sie aus Stücken eines sicilianischen, resp. ostasiatischen Goldgewebes.[289] an den Aermellöchern.[290] d. h. Seidengewebe mit dünn verstreutem Muster in Goldfäden. Die betreff. Muster abgebildet bei Fischbach 42 B u. 67 C.[291] Letztere beide noch vorhanden, ein Epistolarium und ein Lectionarium, Pergamenthandschriften mit Reliefs von vergoldetem Silberblech auf den Vorderdeckeln.[292] „Gulden stugk“ ist Sammtbrokat; „krauß“ solcher, an dem die Goldfäden vielfach schleifenartig aus dem Stoff herausgezogen und gekräuselt sind.[293] d. h. die Keilstücke zwischen den Aermeln und dem Körper der Dalmatiken sind aus grünem Sammtbrokat geschnitten.[294] d. h. mit den Insignien des Schwanenordens, welche statt des Kreuzes auf den Rücken der Casel gestickt sind. Danach abgebildet bei v. Stillfried, Stammbuch des Schwanenordens (1842) III, S. 8 und ders., der Schwanenorden etc. (1845) Anhang II A, S. 45, beidemal übrigens nicht genau genug nach dem Original.[295] Ernst von Burgsdorf, Dechant 1581–88.[296] Schrank.[297] Die Chorkappen (Pluvialia) sind nicht aufgehängt worden, wie die Caseln und Dalmatiken, sondern in den Truhen niedergelegt.[298] am Zipfel des aus einer Kapuze entstandenen Clipeus. L 1 bildet mit L 2 zusammen eine Capelle.[299] die Praetexta zu beiden Seiten des vorderen Längsschnittes der Chorkappen.[300] d. h. der schwarze Sammtstreifen ist an Stelle der Praetexta aufgenäht.[301] Bischof Joachim von Bredow, 1485–1507. Bildet mit den Gewändern E. 1 zusammen eine Capelle.[302] d. h. vorn auf der Schließe, die Löcher zum Einstecken der Agraffe sind noch vorhanden. Die Borten sind hier ein schmales Gewebe mit Ornamenten in Goldfäden.[303] Zendal, Zindel, Sendel, ein dünner Stoff.[304] wahrscheinlich vom unteren Saum quastenartig herabhängend.[305] pulpitum, Pult.[306] Dies und die folgenden gleichfalls Pulpettücher.[307] gestorben 1590. — Gedringe; vergl. Schmeller I, 567: Borten dringen, d. i. wirken.[308] Domherr 1592.[309] Spitzenbesatz.[310] Subsenior 1604. Gercken, Stiftshistorie etc. schreibt ihn darnach irrthümlich: Johann von Ghäden.[311] gestorben 1602.[312] Domherr seit 1588, gestorben 1602. Sein Grabstein ist im südlichen Seitenschiff des Doms.[313] Es handelt sich hier um Tücher für das Chorgestühle, parallel mit roth D u. Æ; es erhellt jedoch nicht ob bancalia oder dorsalia gemeint sind. Die Propstseite ist die südliche, die Dechantseite die nördliche Abtheilung des Gestühle.[314] Markgräflich brandenburgisches Amt Hohentrüdingen.[315] Unleserlich; vnder der Mühl, oder: von der Mühl? jedenfalls eine nähere Bestimmung zu dem „Holz.“ — „Wol: vnd der Mühl. Vergl. unten Nr. 5.“ Dr. Fr.[316] Hs. anzeigt; die Correctur wie die Interpunction entsprechen der meines Erachtens einzig möglichen Erklärung der Stelle: daß die Grafen von Oettingen, welche (wol schon vor Erwerbung des Freidorfs durch die Brandenburger) das Recht hatten (als Markmeister) den Holzwart einzusetzen (und dasselbe behielten), daß aber der Markgraf die Gefälle für den zu Hechlingen gehörigen Wald in Anspruch nahm. Die Oettinger besaßen Höfe in der Nähe.[317] Unleserlich; der vn vischen? Beschränkung der Competenz des öttingischen Niedergerichts.[318] als, außer.[319] Umzäunung des einzelnen Hofes und der ganzen Ortschaft.[320] vorwärts kommen, fortkommen.