Sum quinquaginta, sum quinque decemque vocata.

[100] Diese, besonders in Oesterreich übliche, Bezeichnung für eine schriftliche oder gedruckte Anzeige eines Todesfalles ist auf das aus der ehemaligen spanischen Hofsprache eingedrungene „ Parte geben “ (span. dar parte) für Nachricht geben, benachrichtigen, zurückzuführen. Vergl. Schmeller, bayer. Wbch. I, 406. Dr. Fr.[101] Stadt in Oberfranken, an der Eisenbahn zwischen Bamberg und Lichtenfels gelegen.[102] Collegium von sieben Personen zur Entscheidung streitiger Fälle. Schmeller II, 209.[103] Kolben.[104] weißen, hellen.[105] Schaftmacher.[106] Holz vom Elsbeerbaume, Prunus padus L. Schmeller I, 69.[107] besorge, befürchte.[108] der leidige Gegenstand.[109] besondere, eigene.[110] Stelle.[111] welche Erzählung (des Schleifers).[112] zu Tage kommenden (gekommenen).[113] oder.[114] außerhalb.[115] erblich.[116] bedürfen, benöthigt sein.[117] auf sein Ansinnen, Ansuchen.[118] liefern.[119] Ahm, Ohm: āme Hs.[120] beczalen dich Hs.[121] vor geweczet steht gehe durchstrichen. —[122] Hs. geczet. —[123] Lies „gerich“, Rache. —[124] vor weip steht leib durchstrichen. —[125] leip ist über leut geschrieben. —[126] recht, dexter. —[127] die Fortsetzung steht wol auf der andern, aufgeklebten Blattseite.[128] lies Veitl.[129] im vorigen Jahre. Schmeller I, 761 f. Grimm, Wbch. III, 1547.[130] bittend (= lat. quaeso). Schmeller I, 1616.[131] gehen wir; ma, mir = wir. Schmeller I, 1641.[132] grauslich, grauenvoll.[133] raufen, handgemein werden.[134] nämlich, freilich, allerdings.[135] bringe mir’s (sc. das Glas) zu. Schm. I, 361.[136] d. i. auf Gesund des Prinzen (laß uns trinken); der Gesund = die Gesundheit s. Schm. II, 307.[137] tüchtig, brav. Schm. I, 602.[138] die Höppin, eigentlich Kröte, verächtlich für Weibsperson: das Frauenvolk. Schm. I. 1140.[139] weinen. Schm. II, 1127.[140] wol für: rufen wir.[141] euch.[142] sprachen = erzählen.[143] geräth.[144] Betheuerungsformel. Schm. I, 36.[145] d. i. anhin = hinan.[146] den Grind (verächtlich für Kopf; Schm. I, 1003) abwaschen (Schm. II, 1175); figürlich: ihm hart zusetzen. Grimm V, 1755, i.[147] Diminutiv von Katharina.

Dr. Fr.

[148] S. über ihn Zeitschr. f. Geschichte des Oberrheins Bd. 28, S. 38 ff. und Anzeiger, 1879, Spalte 47.[149] Hier ist der Reim unregelmäßig und die Silbe „ac“ ist übrig.[150] Unge puso plaudo, Hs.[151] oder: in scilla. Es ist nicht recht verständlich; vielleicht soll instillare aus Reimnoth bedeuten: einlassen.[152] sic![153] nach dem Vocabularius theutonicus ein Klagelied.[154] habebam, Hs. gegen den Reim.[155] aus linquo gebildet?[156] Spürhund, s. L. Diefenbach, glossarium lat.-germ., p. 393.[157] summitas, sedes alta in celis, nach den Glossarien bei L. Diefenbach.[158] hic eger, Mon. Es wird wol etwas anderes darin stecken.[159] ignominia, Wim. Die Stelle scheint corrupt zu sein.[160] So Wim. in der häufigen mittelalterlichen Form. Samuel hat vielleicht correcter geschrieben, doch ist man bei ihm niemals sicher. Im Mon. ist der Name abgekürzt Ari lis.[161] pervehens, Mon.[162] exiliat, Wim.; exilica, Mon.[163] fortunum, Wim. fortuitum, Mon. Vielleicht schrieb er fortunium.[164] integrare, Wim.[165] Diese fehlerhafte Ausdrucksweise braucht Samuel auch sonst.[166] So beide; ob für generosis?[167] Aus dem achten Faszikel der Briefe Paul I. Behaims im germanischen Museum. Im Abdrucke sind, mit Ausnahme der Eigennamen, auch die Hauptwörter mit kleinen Anfangsbuchstaben wiedergegeben; auch wurde ssch in sch vereinfacht.[168] unentgeltlich, umsonst. Schmeller I, 866.[169] durch. Schmeller I, 224.[170] sofort, demnächst.[171] Vgl. Ortloff, Geschichte der Grumbachischen Händel, III, 186 u. f.; über den Druck der Antwort ebendas. Anm. 2.[172] die in die Reichsacht erklärten. Schmeller I, 29. Grimm, Wbch. I, 170.[173] Schon seit Anfang August war Mandelsloh nicht mehr in Gotha. Ortloff III, 281.[174] sich schleufen (= schliefen, schlüpfen machen), schlüpfen, schleichen. Schmeller II, 508.[175] die Anwerbung.[176] Zu dem Kriege Lübecks und Dänemarks gegen Schweden, von 1563 bis 1570 vgl. Becker, Geschichte der Stadt Lübeck II, 150 u. f. Geijer, Geschichte Schwedens II, 168 u. f.[177] Seeklippen, Klippeninseln.[178] karitas, Hs.[179] Nach diesem Verse folgt eine schlecht geschriebene lange Zeile mit 3 Versen. Die V. 226–236 stehen p. 304 oben am Rande.[180] Vergl. Anzeiger 1875, Nr. 4.[181] Daß es im 12. Jahrh. schon wirkliche Wappensiegel gegeben hat, beweist u. A. das wohlerhaltene, interessante Siegel (IV. A. 1.) des Grafen Hartmann von Dillingen aus den Jahren 1174–1194 im bayer. Reichsarchive zu München.[182] Mehr als Herrschersymbol denn als heraldische Figur im eigentlichen Sinne des Wortes.[183] Vergl. „der Deutsche Herold“, 1879, Nr. 11 u. 12.[184] ¼ Thaler. Schmeller I, 152.[185] Im Texte neun Zeilen durchstrichen.[186] Otto II. von Harburg. Havemann, Geschichte der Lande Braunschweig und Lüneburg, II, 87 u. f.[187] Brett, Bohle. Schmeller I, 1436.[188] rächen. Schm. II, 17.[189] abtrünnig gemacht.[190] Sigismund.[191] Joachim Friedrich, Administrator von 1566 bis 1598. Hoffmann, Geschichte der Stadt Magdeburg, II, 363 u. f.[192] Das katholisch gebliebene Domkapitel von Halberstadt trennte sich nach 87jähriger Vereinigung vom Erzstifte und postulierte den Enkel Herzog Heinrich’s d. J. von Braunschweig, Heinrich Julius, zum Bischof. Hoffmann, a. a. O.[193] Gegenden, Provinzen. Schmeller I, 149.[194] Zur Schlacht bei Gothland am 26. Juli 1566 vgl. Becker, II, 165. Der obige Schlachtbericht ist jedoch ausführlicher.[195] Der Morian genannt. Becker, II, 166.[196] Fehlschüsse; feilen = fehlen. Schmeller I, 702. Lexer III, 8; niederd. u. holländisch, auch noch bei Luther, feilen; vom franz. faillir entlehnt.[197] plattes, dreimastiges, hinten hohes Lastschiff; auch ein Schnellschiff; (Weigand).[198] Kriegsschiff, Linienschiff; (mhd. urlouge, dän., schwed. orlog = Krieg). Schmeller I, 1459. Weigand II, 278.[199] Josua von Qualen, dänischer Befehlshaber. Becker II, 157.[200] abgedruckt im Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit, 1869, Sp. 336.[201] mit (Haus-)Wesen, häuslich. Lexer III, 802. Schm. II, 1022.[202] vorhanden, bevorstehend.[203] postieren, mit der Post reisen, auch etwas auf die Post geben. Schmeller I, 413. Hier bezeichnet es das Post- oder Botschaftschicken, die schriftlichen Verhandlungen der Aechter mit den brandenburgischen Fürsten behufs deren Verwendung beim Kaiser. Vergl. Ortloff III, 274 u. f.[204] Küche.[205] Vgl. dazu Ortloff II, 33 u. f. 138 u. f. 284 u. f. Auflage = Ersonnenes, Erdichtetes; Schmeller I, 1455. Urgicht = Aussage; das. I, 869.[206] Die Blasonierung „Wecken“ ist hier nur als die bekannteste gewählt; der Name hat ja keinen Einfluß auf die Sache.[207] „Kinseg“ (Königsegg, Nr. 180): ganz in derselben Weise von Gelb und Roth geweckt.[208] „Bonsteten“ (Nr. 391): 3 weiße Wecken im schwarzen Schilde mit gelbem Rande. 4 Wecken finden sich auch auf dem Grabstein Philipps von Aubigni (vergl. „Der deutsche Herold“, 1879, Nr. 8 und 9) und 2 Wecken im Siegel Heinrichs von Sachsenhausen v. J. 1283 (vergl. Schenk zu Schweinsberg: „Beiträge zur Kenntniß der in Frankfurt a/M. begütert gewesenen Adelsfamilien“, Taf. I, Fig. 5).[209] Auch auf dem Helmschmuck der Wappen Fig. 6 und 7 sind die 3 resp. 5 weißen Wecken als Wappenbilder beibehalten, während bei Fig. 3 das Muster, von Schwarz und Weiß geweckt, angegeben ist.[210] Vergl. Triers „Einleitung zu der Wappenkunst“, IV. Cap., S. 47–72.[211] Wie die älteren — namentlich die blau und weißen — abgerundeten Pelzmuster im 13. Jahrh. in einigen redenden Wappen, z. B. der Kronenberg, wol wegen ihrer Aehnlichkeit in der Form mit den heraldischen Bergen, angewendet worden sein dürften, so wurde die spätere, seit dem 14. Jahrh. häufig in der Heraldik angewendete eckige Form derselben, wegen ihrer Aehnlichkeit in Form und Tinktur mit den wirklichen Eisenhüten (welche auch als Wappenbilder vorkommen, z. B. bei dem schwäbischen Eisenhut, deren Wappen Menestrier als „d’argent au chapeau de fer d’azur“ blasoniert,) von der Mehrzahl der deutschen Heraldiker für solche angesehen und als „Eisenhütlein“ blasoniert, — ein Verstoß, welcher bei den englischen und den romanischen Herolden nicht vorkommt.[212] Vergl. „Der deutsche Herold“, 1879, Nr. 5, wo S. 58, Z. 12 v. u. „geweckte“ statt „gereckte“ zu lesen ist.[213] Eine in der Heraldik unbekannte Bezeichnung; man müßte nur überhaupt den beiden s. g. Metallen: Silber (Weiß) und Gold (Gelb) einen Vorrang vor den anderen heraldischen Tinkturen einräumen wollen.[214] nicht Wecken![215] Vergl. dessen „Handbuch der theoretischen und praktischen Heraldik“, I., S. 63, Note 1.[216] Menestrier sagt: „semé se dit des pièces dont l’écu est chargé, tant plein que vide, et dont quelques parties sortent de toutes les extrémités de l’écu.“ Nach Trier werden in einem bestreuten Felde (semé) die Figuren ohne bestimmte Zahl wiederholt und verlieren sich am Rande; deshalb dürfen in solchen Wappen die betreffenden Bilder, mit welchen sie bestreut sind, nicht alle ganz gezeichnet werden.[217] Anzeiger 1866, Sp. 368 nebst Tafel. Leider können wir dem dort erneuerten Versprechen, eine Zopfkapsel seiner Zeit nach einem Originale zu publizieren, nicht mehr nachkommen, da Herr Karl Haas, vormaliger steiermärkischer Landesarchäologe, welcher uns die Ueberlassung einer nach einem Originale aufgenommenen Zeichnung zur Publikation versprochen hatte, inzwischen verstorben ist, ohne sein Versprechen erfüllt zu haben.[218] Vergl. Anz. 1880, Nr. 4, Sp. 120. — Als das bekannteste und umfangreichste Beispiel dieser Art wird von Herrn Oberpfarrer Wernicke zu Loburg das Taufbecken in der Marienkirche zu Rostock uns genannt und dabei auf Meklenb. Urkundenb. III, S. 337, Lisch, Jahrbb. d. Vereins für Meklenb. Gesch. XXIX, S. 216 u. Dr. Cr. im Organ für christl. Kunst, 1867, S. 265 ff. verwiesen. D. R.[219] Die Gegenüberstellung der Eva und Maria und ihrer beiderseitigen geheimnißvollen Beziehungen zum Menschengeschlechte findet sich häufig und ist uralt. So sagt z. B. Irenaeus contra Haeres. Lib. III, c. 22, n. 4: „Quemodmodum illa (Eva) virum quidem habens Adam, virgo tamen adhuc existens.... inobediens facta, et sibi et universo generi humano causa facta est mortis; sic et Maria habens praedestinatum virum, et tamen virgo, obediens, et sibi, et universo generi humano facta est causa salutis;“ (vergl. auch Lib. V, c. 19, n. 1). Aehnlich Epiphanius adv. Haeres. Lib. III, Tom. II, c. 18 in einer längeren Antithese zwischen Eva und Maria: „Eva generi hominum causam mortis attulit, per quam mors est in orbem terrarum invecta; Maria vitae causam praebuit, per quam vita est nobis ipsa producta. Ob id Filius Dei in hunc mundum advenit, et: Ubi abundavit delictum, superabundavit gratia “ (Rom. 5, 20). In demselben Sinne sagt Augustin Serm. 51 de script. Vet. et. Nov. Test. n. 3. (Edit. Parisien. Tom. V, 1837, pag. 407): „Decipiendo homini propinatum est venenum per feminam, reparando homini propinetur salus per feminam. Compenset femina decepti per se hominis peccatum, generando Christum“, und mit direkter Beziehung auf die Wiedergeburt in der Kirche und das Verhältniß der Wiedergebornen zu Christus und Maria nennt er letztere in seinem Lib. de sancta virginitate c. b. „plane mater membrorum eius (sc. Salvatoris), quod nos sumus; quia cooperata est charitate, ut fideles in Ecclesia nascerentur, quae illius capitis membra sunt.“ — Von mittelalterlichen Schriftstellern citieren wir hier nur eine Stelle aus S. Bernardus Sermo in Dominic. infra Octav. Assumpt. B. V. Mariae, n. 2: „Crudelis nimium mediatrix Eva, per quam serpens antiquus pestiferum etiam ipsi viro virus infudit; sed fidelis Maria, quae salutis antidotum et viris, et mulieribus propinavit. Illa enim ministra seductionis, haec propitiationis; illa suggessit praevaricationem, haec ingessit redemptionem.“[220] Zu dem im Nr. 6 mitgetheilten Gedicht „Wohl awff schuler yn dy taffern“ habe ich versäumt zu bemerken, daß dasselbe in anderen Fassungen von Hoffmann von Fallersleben: „In dulci jubilo“, S. 90, aus Fichard’s Frankf. Archiv, und von mir in Pfeiffer’s Germania XVII, 188 mitgetheilt ist.

Zugleich bemerke ich, daß die im Anzeiger, Nr. 4, Sp. 108–111 abgedruckten Briefe schon im Anhang zum Separatabzug meines „Peter Luder“ (Karlsr., G. Braun) zu finden sind.

[221] Epistola est humane facunda vicaria voluntatis absentium declarativa vel secundum Tullium est fidelis secretorum nuncia. Et dicitur ab ep quod est supra, et stelon grece quod est missio littere.[222] Asilus dicitur domus refugii.[223] Nudius est composite forme et componitur a nunc et dies.[224] Dedicacio est sanctificacio templi alicujus, et venit a verbo dedico as are vulgariter entsagen. Versus: Cernitur intrari dum fit dedicatio templi.[225] Cecha est unum vocabulum almonicum [ sic ] et non latinum.[226] Sarcinola vulgariter eyn kleynes burdleyn.[227] Edes dicuntur domus divitum. Et dicitur a verbo edo es ere, quia in domo diuitis multum est edendum. Sed casa dicitur esse domus pauperum, et dicitur a cadendo, quia cadit.[228] Item layci dicunt quod scolaris et suus saccus et palleum sunt tres fures. Quicquid scolaris furatur, saccus detinet et palleum semper occultat.[229] Colei dicuntur testes, quia testantur unum esse virum.[230] Boo as are significat clamare sicut bos clamat.[231] Merdare non creditur esse verum latinum, sed cacare melius valet. Papare grecum valens multum sicut comedere.[232] Vach qui destruis templum dei. (Matth. 27, 40; aber der Zusammenhang ist mir unklar.)[233] Bachans est nomen feminini generis et fuit quedam mulier. Ergo scuto non est latinum ad illud significatum, ut: Apprehende arma et scuta. eyn hantbach. Inde scutellum.[234] Parteca est vocabulum almonicum, set partica [lege: particifer] venit a nomine bartico [lege: partita] et a verbo fero fers fert.[235] Febris est infirmitas calida et sicca, ergo vult curari per frigidum.[236] Totidem componitur a tot et idem et est pluralis numerus.[237] Balista cum hantbugs ydenticum est.[238] Ebdomeda grece, septimana dicitur latine, et a numero septem dierum.[239] Sugit hirudo, cantat hirundo, crescit arundo.[240]

Dum clipeus novus est, clavo suspenditur alto;

Set dum senescit, sub scamno sepe quiescit.

[241] Bachans interpretatur B bibens A acriter C cerevsiam H homulatam A etc.[242] Stips pis dicitur nummus valens obulum, eyn scherff.[243] Castrum eyn herr, set castra eyn gezelt.[244] Insolens dicitur ille qui facit preter consuetudinem et capitur pro superbire contra solitum.[245] Item bumbus dicitur a boo as are id est sonare. Et est sonus apum et capitur pro sono tali.[246] kostet (constat).[247] Möglicher Weise gehörte der berühmte Erzgießer Hubert Gerhard, der 1580–1609 im Dienste des Herzogs Wilhelm von Bayern und des Kurfürsten Maximilian I. war, derselben Familie an. Hendrik Geritzoon war Protestant. Hubert, vielleicht sein Bruder, jedenfalls, da er in Bayern Beschäftigung fand, Katholik.[248] gespaltenes Holz, Scheitchen. Schmeller II, 706.[249] sonst.[250] gesagt.[251] Handgetat, Geschöpf.[252] durch.[253] Vgl. Anzeiger 1878, Nr. 1 u. 3.[254] Rathe.[255] bald.[256] überall.[257] Namslau.[258] alte Nebenform von ellende, elende (aus ahd. alilanti, elilenti, Aufenthalt in fremdem Lande, Elend. Schmeller I, 59. Grimm, Wbch. III, 406).[259] säuberlich.[260] Vergl. Anzeiger 1879, Nr. 7, Sp. 204 u. Nr. 12, Sp. 359.[261] 1521 subnotarius, 1527 „neben Hans Haß gesessen in der Ratstube, später Bürgermeister“ (Script. rer. Lusat. IV, 5. 31. 50. 69).[262] alles.[263] vorenthalten.[264] wie.[265] Verwandten.[266] etwas.[267] dem.[268] jr = jrer?[269] obwohl? oder: wels = welches.[270] Leider gehen uns manche Zeitschriften so verspätet zu, daß wir nur durch solche nachträgliche Erwähnungen eine annähernde Uebersicht über das Gesammtgebiet der Funde herstellen können.[271] Die Helmzier ist nicht jene des Fürstenbergischen Astes, sondern des Freiburger; sollte am Ende die Zusammengehörigkeit beider Steine bezweifelt werden müssen und so doch der Stein einem älteren Mitgliede des Freiburger Astes angehören?[272] „Teils“ ist gestrichen, dafür „Gerechtigkeit.“[273] „Die Brittones (Bretagne)“, sagt W., „diesseit, wie die Britanni jenseit des Canales, nannte man auf altdeutsch Bretten. Eigentlich aber hätte man mit noch einer Aenderung mehr, nämlich auch mit Verschiebung des Consonanten, Bretzen sagen sollen, und in der That kommt auch diese weitere Umbildung des Namens mehr als einmal vor... und ein Ort im alten Wormsergau, das heutige Bretzenheim, hieß schon im 8. Jahrh. bald gleichfalls so, bald noch mit i und tt Brittinheim, auf lateinisch Britannorum villa...“[274] Vergleiche dessen Theatrum urbium, p. 241.[275] Nach Joh. Andr. Andreä, Bretta-Creichgoviae illustrata (Heidelberg, 1769. 4. p. 4.) wurde diese Kirche 1119 von Kaiser Heinrich V. erbaut und die Stadt selbst von Konrad III. 1140 mit Mauern umgeben.[276] Gerkammer, Gerhaus, aus Gerbkammer umgebildet, ist der alte Name der Sakristei; (v. gerwen, gerben, gar machen, zubereiten, zurüsten, ankleiden).

Dr. Fr.