1880.
Nº 3.
März.
Chronik des germanischen Museums.
Nürnberg, den 15. März 1880.
Seine Königliche Hoheit Prinz Otto von Bayern hat die Gnade gehabt, dem schon im Vorjahr zur Herstellung der monumentalen Uhr bewilligten Beitrage von 1000 m. neuerdings eine Gabe von 600 m. folgen zu lassen, so daß nunmehr bald das Werk fertig gestellt werden kann.
Der Anregung Sr. Excellenz des kgl. preuß. Gesandten Grafen von Werthern in München, die hervorragenden thüringischen Adelsgeschlechter zu Stiftungen zu veranlassen, haben neuerdings die Herren Graf Brühl in Pförten, Graf Marschall in Dresden und die Herren von Wurmb Folge gegeben und je 300 m. zur Stiftung von Fenstern zur Verfügung gestellt.
Es fehlt uns noch die in Frankfurt cirkulierende Liste der für das Handelsmuseum gezeichneten Antheilscheine, von der uns nur bekannt ist, daß die Herren H. von Bethmann, L. von Erlanger und Leopold Sonnemann je 10 Antheilscheine gezeichnet haben; die Namen der übrigen werden wir bekannt geben, sobald uns die Liste zukommt. Außerdem haben sich betheiligt Herr Gustav Deetjen in Bremen mit 1 und Herr Albert Hertel in Augsburg mit 2 Antheilscheinen.
Einen großen Verlust haben unsere Sammlungen zu beklagen, indem der der Wolfg. Paul Merkel’schen Familienstiftung angehörige Tafelaufsatz von Wenzel Jamnitzer, welcher seit mehreren Jahren im Museum ausgestellt war, von der Familie des Stifters zurückgenommen wurde. Dem Vernehmen nach wurde er, ohne daß wir eine Ahnung von dem beabsichtigten Verkaufe gehabt hätten, um 600,000 m. an die Kunsthändler Gebr. Löwenstein in Frankfurt a. M. verkauft.
Seit Veröffentlichung des Verzeichnisses in der vorhergehenden Nummer wurden folgende neue Jahresbeiträge angemeldet: