(Er wischt sich mit vieler Umständlichkeit die Augen und starrt dann wieder in die Luft. Plötzlich reckt er die Faust gen Himmel.)

Wenn der Mondmann ihnen ein Leid antut,
Soll er das Sandmännchen kennen lernen;
Ich schwör’ es bei allen meinen Sternen!
Den ganzen Himmel ruf’ ich herbei
Und reiß’ ihm die schwarze Seele entzwei,
Daß die Fetzen nur so durch die Lüfte fliegen
Und an allen Enden des Mondes liegen!

(Er fuchtelt mit den Fäusten zum Berge hinauf.)

Ich schwör’ dir’s, Mondmann, bei allen Sternen,
Dann sollst du das Sandmännchen kennen lernen!

(Während das Sandmännchen mit den Fäusten in der Luft herumfuchtelt, fällt der Vorhang.)

Verwandlung.

Auf der Höhe des Mondberges.

(Unregelmäßig gerundete, mit seltsamen, silbergrauen Bäumen bestandene Bergterrasse. Im Hintergrunde scheint es ins Bodenlose zu gehen. Völlig schwarzer Himmel. Gespenstig fahl blaues Licht. An einem der Bäume hängt ein Maikäferbeinchen. Der Mondmann, ein schwarzer, wüst aussehender Riese, läuft mit einer Axt in der Hand und einem Bündel Knüppeln auf dem Rücken umher.)

Mondmann

Verflucht sei die Welt, verflucht sei die Zeit,
Verflucht meine ewige Einsamkeit!