(läuft zum Rand des Berges.)

Dort, in der Tiefe, dort liegt die Erde,
Die ich nie wieder betreten werde;
Verdammt sollen alle Menschen sein,
Pest, Hunger und Tod in ihr blasses Gebein!

(schwingt wütend die Axt.)

Ich hasse dieses Menschengezücht,
Das da glücklich im Lichte der Sonne kriecht!

(wendet sich und droht mit der Axt.)

Oh, käm’ mir mal einer hier herauf,
Mit Haut und Haaren fräß’ ich ihn auf!
Schlachten würd’ ich ihn, langsam braten
Am Spieß, er sollte mir wohl geraten!
Ich ließe ihn backen hundert Stunden,
Dann sollten mir seine Gliederlein munden.
Schon tausend Jahr’ hab’ ich nichts gegessen,
Tausend Menschen könnte ich fressen
Mit Haut und Haar, mit Hut und Schuh; –
Ach, käm’ es doch nur einmal dazu!

(Vor dem Maikäferbeinchen.)

Du, Beinchen, an dem Birkenbaum,
Du bist mein letzter Hoffnungstraum;
Denn findet der Käfer ein Kinderpaar,
So kommen sie her, und dann wird’s wahr,
Dann kann ich all mein Leid vergessen,
Dann kann ich sie fressen, fressen, fressen!

(Man hört den dumpfen Ton eines fernen Kanonenschusses.)

Mondmann