Der Auslandsreisende ist nicht nur für sein Haus tätig, er ist Reisender eines deutschen Hauses. Das legt ihm Pflichten auf, die Takt und Geschick erfordern. Nach Bismarck sind unsere Reisenden Pioniere der deutschen Kultur. Niemals würde es Bismarck eingefallen sein, unsere Reisenden zu Chauvinisten erziehen zu wollen. Gewiß wollte des Reiches erster Kanzler aber andererseits der Welt nicht das Schauspiel geboten wissen, daß deutsche Reisende nationaler Würdelosigkeit geziehen werden könnten. Der deutsche Reisende hat Grund, auf sein Vaterland stolz zu sein. Ein ruhiger, nicht aufdringlicher Stolz in nationaler Beziehung ist überall angebracht. Er ziert besonders den Auslandsreisenden, der sich in seinem Kreise der Verantwortung bewußt ist, die ihm die Angehörigkeit zu einem großen und emporstrebenden Volke auferlegt. Die kaufmännische Welt ist voll der Bewunderung für die kaufmännische Zuverlässigkeit unserer Reisenden. Möchte sie zu dieser Bewunderung auch die andere, unserer nationalen Zuverlässigkeit wegen, gesellen können.

Druck von Gebrüder Lüdeking, Hamburg