Von Figig bis zur französischen Grenze hat man noch einen starken Tagemarsch, nach einem mehrtägigen Aufenthalt in Snaga brach ich mit einer grossen Karavane von Algerinern auf und mit Isch hat man die Grenze des Gebietes, das dem Namen nach zu Marokko gehört, hinter sich, und bald darauf ist man auf französischem Grund und Boden.

Ehe ich aber über Ain-Sfran, Schellala etc. und durch zahlreiche Duars nomadisirender Araber kommend, Géryville, die südwestlichste von den Franzosen besetzte Stadt, erreichte, vergingen noch saure, mit starken Anstrengungen verknüpfte Tage.

Mit Géryville aber hatten meine Leiden ein Ende. Herr Burin, Commandant des Ortes, dann der dortige Militairarzt, nahmen mich mit der offensten Gastfreundlichkeit auf, wochenlang wurde ich dort aufs liebevollste im Hospitale der Garnison verpflegt, und bald darauf bekam ich Briefe aus der Heimath, mein ältester Bruder Dr. Hermann schickte die Mittel zur Weiterreise, und als ich dann, kurze Zeit später, in Algier selbst anlangte, brachte nach einigen Tagen der Dampfer eben diesen Bruder, der die weite Reise von Bremen nicht gescheut hatte, "den Wiedergefundenen" an sein treues Herz zu drücken.