[29] Der jüngere Naretti ist 1881 in Abessinien gestorben.

[30] Vgl. Schimper’s Brief an Consul Brüning, „Zeitschrift für Erdkunde“, 1872, S. 364.

[31] Im Jahre 1872 (vgl. hierüber auch „Zeitschrift für Erdkunde“, 1872, S. 272) wandte sich Schimper an Se. Maj. den Kaiser und bat um eine Unterstützung von 3000 Mark. Er motivirte seine Bitte: „weil ihm, dem 70jährigen Greise, seine 65jährige Frau noch einen Sohn geboren habe“. Der Kaiser schickte dieses Immediatgesuch an Fürst Bismarck zur Begutachtung und dieser mir zur Rückäusserung. Die bezügliche Stelle hatte der Kaiser roth angestrichen und dabei bemerkt: „Ist das möglich?“ – Ich befürwortete die obwol auf Unwahrheit beruhende Bitte Schimper’s, da ich sie ebenfalls für wahr hielt; in Wirklichkeit hatte er sich aber zum zweiten mal verheirathet, wie mir sein Sohn 1881 mittheilte. Das Geld wurde ihm auch vom Kaiser bewilligt. Was er eigentlich mit einer solchen für Abessinien zehnfach werthvollern Summe angefangen, ist vollkommen unbegreiflich. Mit Schulden überbürdet, für die der arme Sohn jetzt haftbar ist, starb Schimper 1879.

[32] Cameron und Rassam wurden eingekerkert von Theodor und keineswegs glimpflich behandelt; aber der französische Consul, der zur Zeit Theodor’s dorthin kam, hatte von ihm eine viel schmachvollere Behandlung zu erdulden. Und selbst in neuester Zeit wird mit französischen Abgesandten in Abessinien auf eine staunenerregende Art umgesprungen.

[33] Wie der Vicekönig Ismaël behauptet, trägt Nubar besonders die Schuld. Jedenfalls ist es nicht zu leugnen, dass Arakel Bei, Nubar’s Neffe, mit der ersten Expedition gegen Abessinien betraut wurde.

[34] Vgl. den Brief Dr. Schimper’s in der „Zeitschrift für Erdkunde“, 1872, S. 486.

[35] Vgl. den Brief von Hildebrand in der „Zeitschrift für Erdkunde“, 1875, S. 1.

[36] Vgl. „Matteucci in Abissinia“ (Mailand 1880), S. 187. Diese Angabe macht auch Matteucci, alle seine andern Erzählungen sind aber so voller Unrichtigkeiten, dass sie absolut keinen Werth haben. Viel gewissenhafter ist P. Vigoni in seinem „Abissinia“ (Mailand 1881).

[37] Petermann’s „Mittheilungen“, 1876, S. 107.

[38] Schama, ein grosses baumwollenes Umschlagetuch von weisser Farbe mit rothem Streifen. Die Schama ist Nationaltracht der Abessinier, und Jung und Alt, Mann und Frau, Civilist und Soldat bedient sich derselben.