[3] Ein Sohn des von Bengasi nach Aegypten geflüchteten Sohnes Jussuf Caramanli, der wie wir früher gesehen, revoltirt hatte.

[4] Dass in einer vom eigentlichen Tripolitanien so weit entfernten Provinz Alexandrine Tinne ermordet werden konnte, ist nicht im Stande die gute Mannszucht im eigentlichen Tripolitanien als schlecht darzustellen. In Europa kommen auch Raubmorde vor und die Tinne zu ermorden war für diese Halbbarbaren gewiss verlockender, als die Familie Klink, die durch Traupmann ein Ende fand.

[5] Die Mschia, welche circa 8000 Gärten mit 3000 Brunnen hat, ist, wie schon bemerkt, ganz Abgaben frei, dahingegen muss jeder Brunnen oder Garten einen Krieger, im Falle der Muschir ihrer bedarf, stellen.

[6] Ein Franzose, Mr. Robert, hatte zur Zeit Abd el Djelil's von den Arabern die Erlaubniss bekommen, den Schwefel ausbeuten zu dürfen, zu dem Zwecke hatte sich schon eine Gesellschaft in Marseille gebildet. Als man aber anfangen wollte, hatte Abd el Djelil seinen Tod gefunden und so unterblieb die Ausbeutung. Im Jahre 1846 hatte sich aber eine andere gegründet, mit der ersten vereinigt, welche den Titel hatte Compagnie Anglo-Française pour l'exploitation des mines de soufre d'Afrique, aber nun wollte die Pforte die Ausbeutung nicht gestatten, musste der Gesellschaft indess eine Abfindungssumme von 350,000 Francs zahlen im selben Jahre.

[7] Klöden hat die sehr hohe Zahl 1,500,000 Einwohner.

[8] Mkaddem, Vorsteher, Verwalter.

[9] Ganz Tuat ist Thaibisch und selbst in Timbuctu ist ein Filialsauya des Thaib.

[10] Mit Ausnahme der Buabin von Bab er Lab in Persien gestiftet, welche offen auf eine Vereinigung mit der christlich semitischen Religion streben; in Algerien besteht ausserdem die tolerante Brüderschaft der Tedjadjna, v. Duveyrier, les touareg etc. und noch viele andere.

[11] Ritter: 25,000 Ew., Barth: 13–14,000 Ew., Mircher: 15–18,000 Ew., Vatonne: 30,000 Ew. (mit der Mschia), Hoffmann: 30–35,000 Ew., Testa: 10,000 Ew., Klöden: 10,000 Ew., Maltzan: 15–18,000 Ew.

[12] Die Pforte verleiht dem Patriarch von Jerusalem das Recht, unter seiner Flagge, welche weiss ist, durch ein rothes Kreuz geviertelt und in den vier weissen Feldern wieder je ein rothes Kreuz hat, Schiffspatente zu verkaufen; dies wird häufig von katholischen Rhedern benutzt, und der Jerusalemer Pavillon ist auf dem mittelländischen Meere von allen Mächten, auch von der Pforte, als neutral respectirt.