Ida (rückwärts nach der Treppe deutend): Da oben ist’s auch recht ungemüthlich; (lachend) ich hab gemacht, daß ich runter kam.
Frau Scholz: Aber Kindel! über Dir wohnt ja jetzt noch Robert.
Ida (stellt die Cartons auf den Tisch; öffnet sie und entnimmt ihnen einige Gegenstände): Wenn auch! der ganze Stock ist doch immer leer.
Frau Buchner: Dein Haar müßte doch nun bald trocken sein, höre?
Ida (den Kopf anmuthig wendend und zurückwerfend): Fühl mal!
Frau Buchner (thut es): O bewahre! — du hätt’st zeitiger baden sollen, Kind.
Ida: Was die alte Mähne doch für Mühe macht, eine ganze halbe Stunde hab ich am Ofen gehockt. (sie hat einem der Cartons eine gelbseidne Börse entnommen, die sie Augusten hinhält.) Die Farbe ist nett, wie? ’S is ja nur so ein kleines Späßchen. Hat er schon manchmal Börsen gehabt?
Auguste (über ihr Peluchejaquet hinweg, an dem sie herumreinigt, achselzuckend): Weiß nicht (sie bringt ihre kurzsichtigen Augen prüfend in nächste Nähe der Börse). Bischen sehr locker im Muster (sogleich wieder in ihre vorige Arbeit vertieft). Der Peluche ist hin.
Ida (ein Kistchen Cigarren aufbauend): Ich freu mich recht! — daß Ihr nur nie einen Baum geputzt habt —?
Auguste: Wenn man’s recht bedenkt: eigentlich ist das doch auch nichts für Erwachsene.