Dr. Scholz ist ungewöhnlich groß, breitschultrig, stark aufgeschwemmt. Gesicht fett, Teint grau und unrein, die Augen zeitweilig wie erstorben, zuweilen lackartig glänzend, vagirender, Blick. Er hat einen grauen und struppigen Backenbart. Seine Bewegungen sind schwerfällig und zitterig. Er spricht unterbrochen von keuchenden Athemzügen, als ob er Mehl im Munde hätte und stolpert über Silben.
Er ist ohne Sorgfalt gekleidet: ehemals braune, verschossene Sammetweste Rock und Beinkleider von indifferenter Färbung. Mütze mit großem Schild, steingrau, absonderlich in der Form. Rohseidnes Halstuch. Wäsche zerknittert. Zum Schnäuzen verwendet der Doctor ein großes, türkisches Taschentuch. Er führt bei seinem Eintritt ein spanisches Rohr mit Hirschhornkrücke in der Rechten, hat einen großen Militär-Reisehavelock umgehängt und trägt einen Pelzfußsack über den linken Arm.
Dr. Scholz: Servus! servus!
Frau Scholz (den Doctor wie eine überirdische Erscheinung anstarrend): Fritz! — —
Dr. Scholz: Ja wie Du sehen kannst.
Frau Scholz (mit einem Schrei ihren Mann umhalsend): Fritz!!! — — —
Auguste (öffnet die Thür links, fährt zugleich zurück): Der Vater!
(Fr. Buchner mit starrem Ausdruck rückwärts schreitend, ab durch linke Seitenthür.)
Dr. Scholz: Ich bin’s, wie Du siehst. Vor allem, Du: ist Friebe da?
Friebe (guckt durch die Küchenthür, erschrickt, kommt vollends hervor): Herr Doctor!! (er stürzt auf ihn zu, faßt und küßt seine beide Hände) nu bitt’ ick eenen Menschen! Jott soll mir’n Thaler schenken!