Frau Scholz: Da bist Du nu auch wieder ungerecht.

Dr. Scholz: I! ich will ja auch nicht bestreiten: viel Gemeinheit hat sich verbunden gegen mich; das ist ja bekannt: — zum Beispiel denke Dir: in den Hotels — die Kellner — keine Nacht konnte ich durchschlafen, hin und her, hin und her auf den Corridoren und gerade immer vor meiner Thür.

Frau Scholz: Aber sie werden Dich doch am Ende nicht absichtlich gestört haben.

Dr. Scholz: Nicht? — Du, hör mal, das verstehst Du nicht!

Frau Scholz: Na es kann ja sein; die Kellner sind ja mitunter niederträchtig.

Dr. Scholz: Niederträchtig! ja wohl, niederträchtig! — übrigens wir können ja später darüber reden. Ich habe etwas Kopfschmerz (faßt nach dem Hinterkopf) da! Auch so eine Infamie! ich weiß ganz gut, wem ich das zu verdanken habe . . . . ich will mich nur noch vergewissern, ob ich sie durch einen gesunden Schlaf vertreibe. Ich bin sehr müde.

Frau Scholz: Aber oben ist nicht geheizt! Fritz.

Dr. Scholz: Denk Dir mal an, in einer Tour von Wien. Nicht geheizt? macht nichts: Friebe besorgt das schon. — Sag mal, wie steht’s mit Friebe? — was ich fragen wollte? ist er noch so zuverlässig?

Frau Scholz: Friebe is, wie er immer war.

Dr. Scholz: Das dacht ich mir doch! — auf Wiedersehen! (nachdem er seiner Frau die Hand gedrückt, wendet er sich mit tief nachdenklichem Ausdruck und schreitet auf den Treppenausgang zu. Den Tannenbaum bemerkend, bleibt er stehen und starrt ihn verloren an.) Was heißt denn das?