Auguste: Mutter! Du bist Zeuge: hab ich nicht drei Anträge abgewiesen!
Robert: Hui! Wenn Mutter nur mit dem nöthigen Gelde rausgerückt hätte, dann hätten Dich die Herren gewiß mit in Kauf genommen.
Frau Scholz: Geld? (auf Robert zutretend, ihm die Hand hinhaltend) da nimm ein Küchenmesser! — schneid mir’s raus! schneid mir das Geld aus der Hand!
Auguste: Sie mich? willst Du die Absagebriefe sehen?
Frau Scholz (unterbechend): Kinder! (sie macht eine Bewegung, als ob sie ihre Brust für den Todesstoß entblößen wollte) da hier! — macht mich doch lieber gleich todt! habt ihr denn nich so viel Rücksicht für mich? nich so viel? — wie . . . .? großer Gott nich fünf Minuten . . . . ich weiß nich, was das blos für Kinder . . . ., nich fünf Minuten halten sie Frieden.
Robert: Na ja freilich! ich sag ja schon: — es wird eben wieder ungemüthlich.
Friebe (geschäftig aus dem oberen Stockwerk. Er flüstert Fr. Scholz etwas zu, worauf hin diese ihm einen Schlüssel einhändigt. Friebe ab in den Keller).
Robert (hat stillstehend den ganzen Vorgang beobachtet. Im selben Augenblick, als Friebe in der Kellerthür verschwindet): Aha!
Auguste (hat ihrerseits Robert im Auge behalten. Nun bricht sie aus, entrüstet): Pietätlos bist Du — durch und durch.
Robert: Na item.