Frau Buchner: Herr Robert! ich glaube Ihnen nicht . . . . Sie sind besser, als Sie uns glauben machen wollen, — besser, als Sie selbst glauben sogar.

Robert (mit gelindem, sich steigerndem Sarkasmus, kalt): Verehrte Frau Buchner! — es ist ja vielleicht äußerst liebenswürdig . . . . aber wie gesagt: — ich weiß nicht recht, wie ich zu der Ehre . . . . ja ich muß sogar Ihre Liebenswürdigkeit geradezu ablehnen. Meine Selbstachtung ist vorläufig wenigstens noch keineswegs so gering, daß ich Jemand nöthig hätte mich . . . .

Frau Buchner (in gelinder Verwirrung): Das ist ja auch garnicht meine Absicht. — Nur . . . . Ihr Vater — . . . .

Robert: Mein Vater ist für mich ein Doctor medicinae Fritz Scholz.

Auguste: Ja, ja, red’ nur!

Robert: Und wenn ich diesem Menschen nicht ganz so gleichgültig gegenüberstehe, als irgend einem X- oder Y-Narren, so liegt das daran, daß ich . . . . na item . . . . (er raucht) weil ich . . . . na eben: ich bin eben gewissermaßen ein Produkt seiner Narrheit.

Frau Buchner (gleichsam betäubt): Verzeihen Sie! — hier kann ich nun doch nicht mehr mit — So etwas wagen Sie auszusprechen!? mich überläuft es förmlich.

Frau Scholz (zu Fr. Buchner): Laß gut sein, laß gut sein! Du wirst bei uns noch Dinge erleben . . . .

Auguste: Was das nun auch wieder heißen soll, Mutter! — wir sind, wie wir sind. Andre Leute, die wer weiß wie thun, sind um nichts besser.

Robert: Es giebt in der That noch immer naive Seelen, die sich nicht wohl fühlen, wenn sie nicht an ihren Mitmenschen herumbessern und herumflicken können. Veralteter Zauber! — Zopf!