Wilhelm: Das ist mir nun aufgegangen: ein Mensch kehrt nicht nur jedem seiner Mitmenschen eine andere Seite zu, sondern er ist thatsächlich jedem gegenüber von Grund aus anders . . . . . . . .
Robert: Warum muß denn das so sein zwischen uns! warum müssen denn wir uns nur immer und ewig abstoßen?
Wilhelm: Das will ich Dir sagen: Herzensgüte fehlt uns! nimm z. B. Ida! Was Du Dir erklügelt hast, das lebt in ihr. Sie sitzt nie zu Gericht, Alles greift sie so weich, so mitleidig an — die zartesten Dinge — das schont so, verstehst Du! das . . . und das glaub’ ich ist es . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Robert (manlig werdend, sich erhebend): Wie ist Dir jetzt so? —
Wilhelm: Recht frei ist mir doch jetzt . . . .
Robert: Ä — was nutzt das Alles! . . . . Ja — was ich wollte — sagen? vielleicht wird’s doch gut mit Euch!
Wilhelm: Was denn?
Robert: Na, wie denn? Du und . . . na, und Ida natürlich.
Wilhelm: Vielleicht! . . . Die Beiden haben eine Macht — auch Frau Buchner — aber doch Ida hauptsächlich. Ich habe gedacht, das könnte mich retten . . . . . . . . . . Zuerst wehrte ich mich ja . . . . . . . . . . . . . . .
Robert (gedankenvoll): Das haben sie! — sie haben eine Macht und deshalb . . . . . anfänglich — offen gesagt, hab’ ich’s Dir verübelt.