Wilhelm (vergeistigt): — Ich — auch nicht.

Robert: — Wie soll man denn auch . . . ä! Kohl! das war ja auch absolut nicht vorauszusehen! — aber es ist eben doch vorgefallen.

Wilhelm: Ja — nun fällt mir — nach und nach . . . es — war — lieblich! (seine Augen füllen sich mit Thränen.)

Robert (mit leisem Beben in der Stimme): Ein sentimentales Weibsbild ist man doch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . So viel steht wieder ’mal bombenfest: man hat wieder ’mal so in’s Blaue ’nein verdammt. Gekannt haben wir den Alten doch nicht, — das können wir doch wohl nich’ gerade behaupten.

Wilhelm: Vater? — nein! wir sind ja Alle — so blind, so blind!

Robert: Das — weiß Gott! — sind wir . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Wilhelm: Wie mir das vorkommt! — wunderfremd. Er liebt uns ja! der alte Mann ist ja so himmlisch gut!

Robert: Das kann er sein, und das wußte ich bis jetzt nicht.

Wilhelm: Mir dämmert manches! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Robert: Mit dem Verstande — und so — sieh ’mal — hat ich das ja längst erfaßt. — Alles ist geworden. Verantwortlich hab’ ich Vater nicht gemacht. — Heißt das, schon seit Jahren nicht mehr. — Nicht für mich, überhaupt für Keinen von uns. Aber heut hab’ ich’s gefühlt; und das ist, kannst Du glauben, noch ganz was andres . . . . . . . . . . . . . . . . Ehrlich, mich hat’s geradezu aus dem Gleichgewicht gebracht. — Als ich ihn so sah — so um Dich bemüht . . . förmlich, wie ein Schlag war mir da! — und nun muß ich mir immer sagen: — warum ist denn das nun nicht . . . . . na warum denn nicht? es ist doch jetzt in uns lebendig geworden, es war doch also in uns — warum ist es nicht schon früher hervorgebrochen? In Vater, in Dir — und in mir wahrhaftigen Gott auch? es war doch in uns! Und nun hat er das so in sich hinein gewürgt — Vater mein ich — na und wir ja auch — so viele Jahre lang . . . . .