Wilhelm: Ich bin Deiner nicht werth!
Ida: O sage das nicht! vor Dir bin ich klein, ach, wie klein! wie eine kleine, kleine Motte bin ich nur. Wilhelm, ich bin nichts ohne Dich! ich bin Alles durch Dich — zieh’ Deine Hand — nicht — von mir — armseligen — Geschöpfe!
Wilhelm: Ida!!! — ich Dir? Ida ich? . . . (umarmen und küssen sich unter Lachen und Weinen.) Ich soll meine Hand nicht von Dir ziehen? — Ja — was — sagst Du denn da — was sagst Du — denn nur — da — Du — böse . . . . .
Ida: Nun — versprichst Du — mir — nun . . .
Wilhelm: Ich schwöre Dir — jetzt . . . . (ein markdurchdringender Aufschrei aus dem Nebenzimmer schneidet die Rede ab. Betroffen und entsetzt starren Ida und Wilhelm einander in die Augen).
Stimme der Frau Scholz: Mein Mann — stirbt ja! — mein — guter, lieber Mann — stirbt ja doch — mein Mann . . . . (lautes Weinen).
Wilhelm: Gott! — mein Gott — was? — Vater!!! Vater!!! (will sich in’s Nebenzimmer stürzen; halbwegs kommt Ida ihm zuvor.)
Ida: Wilhelm! — komm’ zu Dir selbst! — und — geh’ nicht — ohne mich!
(Friebe kommt von Schluchzen geschüttelt aus dem Nebenzimmer und verschwindet in der Küche.)
Auguste (folgt Friebe auf dem Fuße. Vor Wilhelm stehen bleibend, stößt sie mühsam hervor): Wer — trägt nun — die Schuld? — wer? wer —? — (Sie bricht am Tisch zusammen, ein dumpfes und hohles Stöhnen entringt sich ihrer Brust. Das laute Weinen der Frau Scholz ist noch immer hörbar.)