Frau John
fanatisch.

I, hätt’ er man feste zujetreten! — (Die Bemerkung der John löst wieder allgemeines Gelächter aus.) — Und ieberhaupt, wat die Knobben is: die jehört öffentlich uf ’n Schandarmenmarkt, öffentlich uf de Bank jeschnallt und jehörig mit Riemen durchjefuchtelt! Stockhiebe det det Blut man so spritzt.

Spitta

Ich habe mir niemals eingebildet, daß das sogenannte Mittelalter eine überwundene Sache ist. Es ist noch nicht lange her. Man hat eine Witwe Mayer noch im Jahre achtzehnhundertundsiebenunddreißig hier in Berlin, auf dem Hausvogteiplatz, von untenherauf geradebrecht. — (Er zieht Scherben einer Brille hervor.) — Übrigens muß ich sofort zum Optiker.

John
zu Spitta.

Entschuldijen Se man. Se haben die feine Dame doch hier am Flur jejenieber rinjebracht? Na ja! Det hat Mutter ja jleich jemerkt, det det keen andrer Mensch wie de Knobben jewesen is, wo bekannt for is, det se Mädel mit zwölf uf de Jasse schickt, selber fortbleibt, trinkt und allerhand Kundschaft hat, um Kinder nich kümmert und wo berauscht is und ufwachen dut, allens mit Fäuste und Schirme durchprijelt.

Direktor Hassenreuter
sich raffend und besinnend.

Allons, meine Herren, wir müssen zum Unterricht. Es fehlt uns schon eine Viertelstunde. Meine Zeit ist gemessen. Unser Stundenschluß muß leider heute ganz pünktlich sein. Komm Mama. Auf Wiedersehn, meine Herrschaften.

Der Direktor gibt seiner Frau den Arm und geht, gefolgt von Käferstein, und Dr. Kegel ab. Auch John nimmt seinen Kalabreser.

John
zu seiner Frau.