(aus gepeinigter Seele, wie unter einem neuen Peitschenschlag):

Das ist eine Lüge! Das glaub ich dir nicht!

Hanna

(sehr ruhig, sehr bleich):

Wieso ist das eine Lüge, Liebling?

Schilling

(nach einigem Stillschweigen, mit scheinbarer Festigkeit):

Hanna, dies alles liegt hinter mir. Ich bin soweit ... ich habe es hinter mich gebracht ... mit Gottes Hilfe nun überwunden. Ich habe es mit unendlicher Mühe, sag ich dir, endlich in den gehörigen Abstand von mir gebracht. Es ist nicht anders. Es ist zu Ende!

Hanna:

Gut! (Sie erhebt sich.) Du bist gegen mich eingenommen durch irgendwen. Irgendjemand, den ich nicht fassen kann, hat mich in deine Ohren verleumdet. Gut! Ich werde dir aus dem Wege gehen. Obgleich ich nicht weiß, womit ich gefehlt habe. Aber, Liebling, ich bitte dich, sofern es dir irgend genehm sein sollte: nimm mir den marternden Schmerz der nagenden Grübelei aus der Brust; gewähre mir, wenn es sein kann, die eine letzte Gelegenheit, den Schandfleck von meinem Leibe zu waschen, der ihn in deiner Erinnerung sonst für ewig entstellen wird: Wie habe ich dich belogen, Liebling?