Nicht mehr als zwei Stunden sind vergangen seit den Geschehnissen im zweiten Akt.

Lucie liegt unweit der kleinen Bank lesend im Thymian. Mäurer kommt vom Meer her den Weg hervor und zu ihr.

Mäurer:

Bravo! Du bist noch allein, Schusterchen. Puh! Ich fürchtete, es würde womöglich um dich her schon russisch gesprochen. Eine verfluchte Geschichte ist das!

Lucie:

Ich glaube, der arme Schilling mit seinen Damen kommt nicht, er fürchtet sich.

Mäurer:

Wie kann man um Gottes willen ein Weib so wenig im Kusch halten, daß sie einem wie eine Bracke überall auf der Fährte liegt! Die ganze Insel ist mir verleidet. Sie hat längst, kannst du mir glauben, die Witterung, daß wir mit Schilling etwas vorhaben. Das muß sie durchkreuzen. Davon hält sie kein Anstandsgefühl und nichts in der Welt überhaupt zurück. — Aber sie kann ganz sicher sein, ich habe mir das jetzt auf meinem Gange alles durchüberlegt — sie hat in mir einen zum letzten entschlossenen Gegner gefunden. Diese Beute jag ich ihr ab.

Lucie: